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Wissenschaft

  • Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat seine Stellungnahme „Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen“ an das Bundesumweltministerium und das Bundesbauministerium übergeben. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, um den Gebäudesektor stärker auf Kreislaufwirtschaft auszurichten. Ziel ist es, Ressourceneinsatz und Emissionen zu reduzieren sowie den Gebäudebestand langfristig nutzbar zu halten.

  • Forschende des Zukunftslabors Circular Economy entwickeln digitale Zwillinge und digitale Produktpässe, um die Wiederverwendung kritischer Rohstoffe systematisch zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen Windturbinen und elektronische Platinen, deren Materialzusammensetzung und Lebenszyklen digital erfasst werden. Ziel ist es, die Nutzung kritischer Rohstoffe zu verlängern und datenbasierte Grundlagen für die Kreislaufwirtschaft zu schaffen.

  • Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, dass sich F-Gase-Emissionen in Deutschland mithilfe von Atmosphärenmessungen präziser erfassen und räumlich zuordnen lassen. Im Fokus stehen insbesondere Schwefelhexafluorid und Stickstofftrifluorid, die zu den klimawirksamsten Gasen zählen. Die Auswertung ermöglicht erstmals eine differenzierte Betrachtung regionaler Emissionsmuster und ergänzt die bislang auf Berichtsdaten basierenden Inventare.

  • Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt ein Verfahren, das CO₂-Emissionen als industrieller Rohstoff nutzbar macht. Ziel ist es, Kohlenstoffkreisläufe zu schließen und industrielle Emissionen in verwertbare Materialien zu überführen. Das sogenannte NECOC-Verfahren wird derzeit für den Einsatz im großtechnischen Maßstab weiterentwickelt. Erste Anwendungen sind in der Gusseisenindustrie vorgesehen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro.

  • Am Kunststoff-Zentrum SKZ wird ein Verfahren zur Aufbereitung von Produktionsabfällen aus der Windelherstellung entwickelt. Ziel ist es, bislang thermisch verwertete Reststoffe stofflich zu nutzen und dem Rohstoffkreislauf wieder zuzuführen. Im Fokus stehen dabei Zellulose, Kunststoffe und Superabsorber, die bislang als nicht recycelbar gelten.

  • Das Forschungsprojekt „SäureWert“ zielt auf die Säurerückgewinnung in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie. Durch die Rückführung von Prozesssäuren und die Abtrennung von Wertstoffen soll der Einsatz von Primärrohstoffen reduziert und die Entstehung gefährlicher Abfälle verringert werden. An dem Vorhaben sind das Fraunhofer UMSICHT sowie die FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH beteiligt.

  • Das Zukunftslabor Circular Economy entwickelt eine digitale Plattform zur systematischen Erfassung und Auswertung von Unternehmensdaten entlang des Materialkreislaufs. Ziel ist es, Materialströme transparent darzustellen und belastbare Grundlagen für die Bewertung von Ressourceneffizienz und Kreislaufführung zu schaffen. Die Plattform verknüpft vorhandene Unternehmensdaten und wertet diese mithilfe standardisierter Kennzahlen aus, um Nutzung, Rückführung und Wiederverwertung von Materialien nachvollziehbar zu machen.

  • Mit dem Forschungsprojekt AIDA entwickeln das Kunststoff-Zentrum SKZ, die Polysecure GmbH und die Südpack Verpackungen SE & Co. KG einen industrienahen Versuchstand zur Sortierung biobasierter Kunststoffe. Ziel ist es, die Sortier- und Recyclingfähigkeit dieser Materialien unter praxisnahen Bedingungen zu untersuchen und damit Grundlagen für geschlossene Wertstoffkreisläufe zu schaffen.

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