Die Bundesregierung hat zum Thema Kunststoffrecycling im EEG Stellung bezogen. Demnach möchte sich die Regierung in Brüssel dafür einsetzen, dass die Kunststoffrecycler zukünftig von der besonderen Ausgleichsregelung profitieren können.
Die Bundesregierung hat zum Thema Kunststoffrecycling im EEG Stellung bezogen. Demnach möchte sich die Regierung in Brüssel dafür einsetzen, dass die Kunststoffrecycler zukünftig von der besonderen Ausgleichsregelung profitieren können.
Ecoplast Kunststoffrecycling widerspricht der Aussage von European Bioplastics, bis zu 10 Prozent kompostierbare Kunststoffe im Materialstrom blieben ohne Auswirkung auf die mechanischen Eigenschaften von Rezyklaten. Geschäftsführer Lukas Intemann spricht von einer „prozessualen Katastrophe“, die ein so hoher Anteil bedeuten würde.
Die Formulierung von Recyclingzielen wird ad absurdum geführt: Zu diesem Urteil kommt Michael Wiener, Geschäftsführer der Duales System Holding. Grund für seine Empörung ist der geplante Wegfall der Befreiung von der EEG-Umlage für Kunststoffrecycler.
Der Technologieanbieter Saperatec hat in Bielefeld den Betrieb einer neuen Anlage zum Recyceln von Verbundmaterialien gestartet. Dabei kommt ein patentiertes Verfahren zum Einsatz.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die deutschen Kunststoffrecycler informiert, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig von der Befreiung der EEG-Umlage ausgeschlossen werden. Verlieren die Recyclingunternehmen diese Ausgleichsregelung, könnten sie wirtschaftlich in den internationalen Märkten nicht mehr bestehen, warnt die Unternehmensgruppe Duales System Holding (DSD). Ähnliche Kritik kommt auch vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse).
Recoup, der britische Verband der Kunststoffrecycler, hat im vergangen Jahr 12 neue Mitglieder begrüßen können. Das würde die wachsende Bedeutung des Kunststoffrecycling verdeutlichen, sagen die Verantwortlichen.
Sollte die Recyclingbranche künftig nicht mehr von der EEG-Umlage befreit werden, steht das Kunststoffrecycling vor dem Aus. Davor warnt Herbert Snell, Vizepräsident des Entsorgerverbands bvse. Betroffen seien vor allem Kunststoffrecyclinganlagen, die durch thermische Umformung von Mahlgut Recyclate herstellen.
EuCertPlast ist ein EU-weit geltendes Zertifizierungs- und Auditingsystem für Kunststoffrezyklate. Jens Lühr, Prokurist beim Kunststoffrecycler Fischer, steht dem Zertifikat äußerst skeptisch gegenüber. Im Interview erklärt er warum.
Die PET-Recycler kämpfen derzeit mit einem sehr schwierigen Marktumfeld. Darauf weist Herbert Snell, Vizepräsident beim Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) für den Bereich Kunststoffrecycling, hin. Während in der zweiten Jahreshälfte 2012 das Mengenaufkommen von PET stark zurückgegangen sei, wurden PET-Flaschen weiter nach Fernost exportiert.
Der österreichische Maschinenhersteller Starlinger hat eine Recyclinganlage entwickelt, die jährlich mehr als 25.000 Tonnen rezykliertes PET in Neuwarenqualität produziert.
Wie richtiges Recycling geht, wissen gerade deutsche Marktakteure eigentlich sehr genau. Dennoch hakt es in der Kette überall an der Qualität. Ob das Wertstoffgesetz künftig etwas ändern kann, bleibt offen.
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