Diese Materialien können grundsätzlich als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe empfiehlt deshalb, ausgediente Ausrüstung über Altstoffsammelstellen zu entsorgen, damit sie in entsprechende Recyclingströme gelangen kann.
In Österreich werden pro Saison rund 400.000 Paar Ski verkauft. Gleichzeitig existieren erst im Aufbau befindliche Sammel- und Recyclingstrukturen für Wintersportartikel. Viele Produkte verbleiben daher über Jahre in privaten Haushalten oder werden fälschlicherweise über den Restmüll entsorgt. Neben der Wiederverwendung über Online-Marktplätze, Flohmärkte oder Tauschbörsen gewinnt deshalb das Recycling von Skiausrüstung zunehmend an Bedeutung.
Sammelstrukturen als Voraussetzung
Für ein funktionierendes Recycling ist zunächst die getrennte Sammlung erforderlich. Erst durch ausreichende Mengen lassen sich wirtschaftlich tragfähige Verwertungsstrukturen etablieren. Nach der Sammlung müssen die unterschiedlichen Materialkomponenten der Produkte voneinander getrennt werden. Ski bestehen beispielsweise aus mehreren Schichten aus Holz, Kunststoffen, Metallen und Faserverbundstoffen, während Skischuhe überwiegend aus technischen Kunststoffen gefertigt sind.
Pilotprojekte befassen sich bereits mit der Entwicklung entsprechender Sammel- und Recyclinglösungen. Dazu gehören Initiativen zum Aufbau von Rücknahmesystemen für Skischuhe sowie Forschungsarbeiten zur Entwicklung recyclingfähiger Materialien und Produktdesigns für Wintersportausrüstung.
Forschung zu Recyclingtechnologien
In Österreich arbeitet das Forschungsprojekt WINTRUST an technischen Lösungen für das Recycling von Wintersportartikeln. Im Fokus stehen Verfahren zur Trennung von Materialverbünden sowie die stoffliche Verwertung einzelner Komponenten. Untersucht werden unter anderem Recyclingprozesse für Helme, Trennverfahren für Skischuhschalen aus Kunststoff sowie die Aufbereitung von Aluminiumstöcken. Auch die separierte Verwertung der verschiedenen Materialschichten von Ski wird erforscht.
Die gewonnenen Rezyklate sollen perspektivisch als Rohstoffe für neue Produkte der Wintersportindustrie eingesetzt werden. Damit könnten Materialien aus ausgedienter Skiausrüstung in industrielle Wertstoffkreisläufe zurückgeführt werden.
Ressourcenschonung durch längere Nutzung
Unabhängig von technischen Recyclinglösungen bleibt die möglichst lange Nutzung der Produkte ein zentraler Ansatz zur Ressourcenschonung. Wiederverwendung und Weitergabe verlängern die Lebensdauer der Ausrüstung und reduzieren den Bedarf an neuen Rohstoffen. Erst wenn eine weitere Nutzung nicht mehr möglich ist, kann das Recycling von Skiausrüstung dazu beitragen, Materialien wieder in den Produktionskreislauf einzubringen.







