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EEW startet Vorsortieranlage in Delfzijl

Die EEW Energy from Waste GmbH hat am Standort Delfzijl in den Niederlanden die warme Inbetriebnahme ihrer ersten Vorsortieranlage für gemischte Abfälle begonnen. Die Anlage befindet sich im Probebetrieb und dient als Pilotprojekt innerhalb der EEW-Gruppe.
Vorsortieranlage in Delfzijl
Standort Delfzijl mit der neuen Vorsortieranlage für gemischte Abfälle. Copyright: EEW
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Kunststoffe vor der Verbrennung trennen

Die Vorsortieranlage in Delfzijl soll insbesondere Kunststoffe vor der thermischen Behandlung aus dem Abfallstrom separieren. Damit kann der Anteil fossiler Bestandteile im Abfall reduziert werden. Zugleich entstehen zusätzliche Stoffströme, die dem mechanischen oder chemischen Recycling zugeführt werden können.

Technisch kombiniert die Anlage mechanische Aufbereitung mit sensorgestützter Sortierung. Zur Identifikation und Trennung von Kunststoffen wird unter anderem Nahinfrarot-Technologie eingesetzt. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Kunststofffraktionen aus gemischten Abfällen abtrennen und für nachgelagerte Recyclingprozesse bereitstellen.

Referenzprojekt für weitere Standorte

Die Anlage ist die erste ihrer Art innerhalb der EEW-Gruppe. Sie soll Erfahrungen mit der eingesetzten Technologie liefern und Grundlage für die Bewertung einer möglichen Übertragung auf weitere Standorte sein. Delfzijl bietet dafür Betriebsbedingungen, unter denen neue Verfahren im industriellen Maßstab erprobt und weiterentwickelt werden können.

Am Standort werden zudem weitere Pilotprojekte umgesetzt, darunter Anlagen zur Kohlenstoffdioxid-Abscheidung und zum Stickoxid-Recycling. Die Vorsortierung ergänzt damit Ansätze, die Prozesse vor und nach der thermischen Abfallbehandlung weiterentwickeln sollen.

Rahmenbedingungen bleiben entscheidend

Die Vorsortierung kann dazu beitragen, zusätzliche Recyclingpotenziale zu erschließen und die Emissionsbilanz der Abfallbehandlung zu verbessern. Die wirtschaftliche Umsetzung hängt jedoch von geeigneten Rahmenbedingungen ab. Dazu zählen stabile Absatzmärkte für zurückgewonnene Kunststofffraktionen sowie Anreize für den Einsatz von Recyclingrohstoffen, etwa durch künftige Rezyklateinsatzquoten.

Mit der Anlage in Delfzijl erweitert EEW seine Aktivitäten entlang der abfallwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Die im Probebetrieb gewonnenen Erkenntnisse sollen in die weitere Bewertung und mögliche Skalierung der Technologie innerhalb der Gruppe einfließen.

Quelle: EEW
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