Echtzeitdaten und Anomalieerkennung
Die Nahinfrarotsortierung gilt als etabliertes Verfahren zur Trennung unterschiedlicher Kunststofffraktionen. Ihre Leistungsfähigkeit hängt jedoch maßgeblich vom Zustand der eingesetzten Sensorik ab. Verschmutzungen an Sensoren, Düsenleisten oder Lichtquellen können die Sortierleistung erheblich beeinträchtigen und führen häufig zu verzögert erkannten Effizienzverlusten im laufenden Betrieb.
Das integrierte Performance Monitoring wertet Sensordaten in Echtzeit aus und stellt diese in aufbereiteter Form dar. Auf Basis mehrerer Datenquellen, darunter NIR-Signale und Förderbandgeschwindigkeiten, werden kontinuierlich Kennzahlen zur Sortierleistung einzelner Aggregate berechnet. Ergänzend erkennt ein KI-gestütztes System Abweichungen vom Normalbetrieb und meldet diese automatisiert. Auf diese Weise lassen sich Phasen mit reduzierter Ausbringung verkürzen und die Qualität der erzeugten Fraktionen stabilisieren.
Transparenz in Materialströmen
Neben der Erkennung von Leistungsabweichungen ermöglicht die Datenanalyse auch Rückschlüsse auf Materialflüsse innerhalb der Anlage. Blockaden und ungleichmäßige Partikelverteilungen auf Förderbändern werden identifiziert, ebenso wie Abweichungen im Durchsatz einzelner Sensoren. Dadurch lassen sich sowohl technische Störungen als auch eine unzureichende Auslastung einzelner Prozessschritte sichtbar machen.
Digitale Systeme für das Anlagenmanagement
Das Performance Monitoring ist Bestandteil eines modularen Systems zur digitalen Anlagensteuerung. Neben der Analyse von Prozessdaten umfasst die Anwendung Funktionen für Wartungsmanagement, Dokumentation und Betriebsprotokollierung. Die Integration offener Schnittstellen ermöglicht die direkte Anbindung der Sensorik und unterstützt die kontinuierliche Datenerfassung im laufenden Betrieb.
Die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist auf eine langfristige Weiterentwicklung der Datennutzung in der Recyclingtechnik ausgerichtet. Ziel ist es, die Transparenz in den Prozessen zu erhöhen und die Effizienz von Sortieranlagen durch datenbasierte Entscheidungen zu verbessern.







