Kunststoffersatz aus Reststoffen
Die Anlage verarbeitet Nebenprodukte aus der industriellen Getreideverarbeitung zu einem naturbasierten Material. Dafür extrahiert das Unternehmen natürliche Polymere mit einem zum Patent angemeldeten Verfahren und verarbeitet sie zu Granulat.
Das Granulat soll sich mit gängigen Technologien der Kunststoffverarbeitung zu unterschiedlichen Endprodukten weiterverarbeiten lassen. Nach Angaben des Unternehmens besitzt das Material kunststoffähnliche Eigenschaften und ist vollständig biologisch abbaubar.
Produktion im industriellen Maßstab
In der neuen Anlage sollen jährlich mehrere tausend Tonnen des Biomaterials entstehen. Es soll konventionelle Kunststoffe ersetzen und dadurch fossile Rohstoffe einsparen. Zudem zielt das Verfahren darauf ab, Kohlendioxid-Emissionen, Wasserverbrauch und Flächenbedarf zu reduzieren.
Das Unternehmen verweist auf den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe und Energiequellen, einen energie- und wassersparenden Produktionsprozess sowie den Verzicht auf kritische Chemikalien.
Förderung durch Umweltinnovationsprogramm
Das Bundesumweltministerium unterstützte das Vorhaben mit rund fünf Millionen Euro. Die Förderung erfolgte über das Umweltinnovationsprogramm, das seit mehr als 40 Jahren technische Innovationen mit Umweltbezug in Unternehmen unterstützt. Nach Angaben des Ministeriums wurden darüber bislang mehr als 800 Projekte in verschiedenen Branchen gefördert.







