Die Nachrüstung ermöglicht die Detektion und Ausschleusung von HR Glass sowie Kunststoffen in Kombination mit KSP-Fraktionen wie Keramik, Steinen und Porzellan innerhalb eines Sortierschritts. Die Integration erfolgt in vorhandene Maschinen, wodurch zusätzliche Anlageninstallationen entfallen.
Anforderungen im Altglasrecycling
Im Recyclingprozess von Verpackungsglas ist ein möglichst sortenreiner Scherbenstrom erforderlich, um eine Wiederverwertung im Closed Loop zu gewährleisten. Hitzebeständiges Glas unterscheidet sich in Zusammensetzung und Schmelzverhalten von Behälterglas und führt bei Vermischung zu Qualitätsproblemen im Remelt-Prozess.
Die Herausforderung besteht darin, HR Glass zuverlässig von Verpackungsglas zu unterscheiden, da sich die Materialien in optischen Eigenschaften teilweise ähneln. Dies gilt insbesondere für Anwendungen im Weißglasbereich.
Sensorik außerhalb des sichtbaren Spektrums
Für die HR Glass Separation nutzt die Lösung Sensortechnik, die Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums auswertet. Grundlage ist die Analyse materialtypischer Eigenschaften, die eine Differenzierung zwischen Verpackungsglas, HR Glass und Kunststoffen ermöglichen.
Die Entwicklung basiert auf umfangreichen Materialtests mit unterschiedlichen Glasarten, darunter Haushaltsglas wie Koch- und Ofengeschirr, Glaskeramik aus Kochfeldern sowie weitere Spezialgläser. Diese Materialien müssen aus dem Stoffstrom entfernt werden, um die Qualität des Recyclingoutputs sicherzustellen.
Praxiseinsatz in bestehenden Anlagen
Die Technologie wird bereits in bestehenden Anlagen eingesetzt. In einem Praxisbeispiel wurde ein 14 Jahre altes Sortiersystem durch ein Upgrade erweitert. Die Nachrüstung erfolgte innerhalb weniger Tage und ohne umfangreiche Umbauten.
Aktuelle Betriebsergebnisse zeigen eine hohe Detektionsrate für HR Glass. Damit trägt die Lösung zur Stabilisierung der Prozessqualität bei und ermöglicht es Betreibern, bestehende Anlagen wirtschaftlich weiter zu nutzen.







