Mehr als 68.000 Tonnen schwermetallhaltige Abfälle wurden in Sachsen seit Jahren ohne Nachweise behandelt. Die Deutsche Umwelthilfe sieht sich in ihrer Kritik bestätigt.
Mehr als 68.000 Tonnen schwermetallhaltige Abfälle wurden in Sachsen seit Jahren ohne Nachweise behandelt. Die Deutsche Umwelthilfe sieht sich in ihrer Kritik bestätigt.
Einem Bericht des Statistischen Landesamts zufolge wurden 1.029.451 Tonnen Abfälle im Jahr 2009 auf sächsischen Deponien abgelagert. Die Abfallmenge entspreche dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1996. Gegenüber dem Vorjahr konnte somit ein Rückgang um 28,1 Prozent verzeichnet werden.
„Im Rahmen des anstehenden Planspiels zur Verpackungsverordnung ist es dringend erforderlich, über einen grundlegenden Neuanfang nachzudenken.“ So kommentiert Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), das Ergebnis des gleichnamigen UBA-Gutachtens auf einer Veranstaltung Ende Februar in Dessau. Diese stand unter dem Motto „Ergebnisse aus der Forschung zur Verpackungsverordnung und Wertstofftonne“.
Die EU-weite Umsetzung der geforderten Mindest-Recyclingquote für mineralische Abfälle von mindestens 70 Prozent bis 2020 „ist mehr als fragwürdig“. Zu diesem Schluss kommt die European Quality Association for Recycling (EQAR). „In einigen Staaten ist noch immer die Beseitigung anstelle einer Aufbereitung zu Recycling-Baustoffen üblich. Ohne eine gezielte Förderung des Baustoff-Recyclings wird sich diese Quote als Illusion erweisen“, ist sich EQAR-Präsident Manfred Wierichs sicher.
Biogas setzt sich immer mehr durch. Von diesem Trend profitiert auch Envitec Biogas. Der Biogas-Anlagenbauer aus Lohne hat in Spanien einen Vertrag über den Bau von drei Biogasanlagen abgeschlossen. Die Anlagen sollen in den nächsten Monaten in den Orten Villanubla und Medina del Campo (beide in der Provinz Valladolid) sowie La Baneza (Provinz Leon) entstehen, wie Envitec mitteilt.
Die Recyclingquoten in den USA steigen. Langsam zwar, aber sie steigen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Reports der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA). 2009 sind demnach 243 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle angefallen. Davon seien 82 Millionen Tonnen recycelt worden; das entspreche einer Recyclingrate von 33,8 Prozent.
Das Bundesumweltministerium (BMU) will das Planspiel zur Fortentwicklung der Gelben (Verpackungs-)Tonne zu einer bundesweiten Wertstofftonne in den kommenden Monaten zügig durchführen. Entsprechende Einladungen seien bereits versandt worden, wie das BMU mitteilt.
Bauschutt ist Deutschlands größter Abfallstrom: Noch immer landen etwa 8,9 Millionen Tonnen pro Jahr ungenutzt auf der Deponie. Neue Verwertungswege erschließen Anette Müller von der Bauhaus Universität in Weimar und Angelika Mettke von der Brandenburgischen Technischne Universität in Cottbus. Wie, erfahren Sie in Teil 4 unserer Hochschulserie.
Die Stadtreinigung Hamburg hat an fünf Standplätzen im Bezirk Hamburg-Nord die dunkelgrünen Altpapiercontainer durch normale vierrrädrige blaue Tonnen ersetzt. Diese seien bisher in größeren Mietshäusern für die Altpapiersammlung eingesetzt worden. Der breite Klappdeckel der 1.100 Liter großen Gefäße erleichtere den Einwurf von Altpapier und Pappen, erklärt die SRH. Die SRH erhofft sich dadurch eine größere Sammelmenge.
Am Montag werden vom Umweltbundesamt in Dessau drei Gutachten zur künftigen Erfassung von Wertstoffen aus privaten Haushalten vorgestellt.
Über 67 Prozent der gebrauchten Behältergläser wurden 2009 in der EU für ein Recycling gesammelt. Das geht aus den aktuellen Daten der europäischen Behälterglas-Vereinigung FEVE hervor. Das entspreche 11 Millionen Tonnen Verpackungsglas. Diese Sammelquote festige den seit Jahren anhaltenden steigenden Trend bei der Rücknahme von Behälterglas, so FEVE. 2008 war die Quote mit 66 Prozent bereits ähnlich hoch.
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