Mehrere Dutzend Tonnen polyesterreicher Textilabfälle, die aus europäischen Post-Consumer-Strömen stammten, wurden in Frankreich sortiert und vorbereitet, bevor sie in einer halbindustriellen Anlage in Japan behandelt wurden. Das Verfahren produzierte BHET, das Basismonomer, das zur Herstellung von recyceltem Polyester verwendet wird.Daraus sollen wieder Garne, Stoffe und Kleidungsstücke hergeestellt werden ist.
Industrielle Validierung des PET-Textilrecyclings im industriellen Maßstab
Die Demonstration wurde mit der Rewind-PET-Technologie in einer von JEPLAN betriebenen Anlage mit einer Kapazität von 1.000 Tonnen pro Jahr durchgeführt. Die Einsatzmaterialien wurden über französische Sammelsysteme geliefert und von Nouvelles Fibres Textile und Mapea hergestellt.
Die Partner berichten, dass mehrere Dutzend Tonnen BHET erzeugt wurden. Dies bestätigt die technische Machbarkeit der Verarbeitung von post-konsumierten Polyestertextilien unter repräsentativen industriellen Bedingungen. Das Projekt wird als frühes Beispiel für das chemische Recycling von Textil zu Textil in diesem Umfang positioniert.
Integration in die bestehende Polyesterproduktion
Das Verfahren ist für den Einsatz an bestehenden Polyesterproduktionsstandorten konzipiert. Sie ermöglicht den Austausch fossiler Rohstoffe durch recycelte Zwischenprodukte, die aus Textilabfallströmen gewonnen werden.
Anwendungen über Textilsegmente hinweg
Recyceltes Polyester, das aus diesem Prozess gewonnen wird, ist für den Einsatz in mehreren Branchen vorgesehen. Dazu gehören unter anderem Sportbekleidung, Wohnaccessoires und ausgewählte Luxusanwendungen. Diese Segmente stellen eine erhebliche Nachfrage nach polyesterbasierten Materialien dar und sind potenzielle frühe Anwender des Textil-zu-Textil-Recyclings.
Beitrag zu zirkulären Textilsystemen
Polyester und andere synthetische Fasern machen etwa 60 % der weltweiten Textilproduktion aus. Allerdings werdenweniger als 1 % der Fasern derzeit wieder in Textilien recycelt . Vor diesem Hintergrund bietet der demonstrierte Prozess einen Weg zur Skalierung der zirkulären Polyesterproduktion aus Abfällen nach dem Verbraucher.
Die Technologie unterstützt kürzere Recyclingzyklen, indem Textilabfälle direkt in wiederverwendbare Monomere umgewandelt werden. Dieser Ansatz soll die Abhängigkeit von frischen Rohstoffen verringern und gleichzeitig zu geringeren CO2-Emissionen und einer verbesserten Ressourceneffizienz in der gesamten textilen Wertschöpfungskette beitragen.







