Polystyrol wird häufig für Lebensmittelverpackungen eingesetzt, etwa für Joghurt- und Milchproduktebecher. Das Material bietet eine hohe Stoßfestigkeit und schützt Lebensmittel während Transport und Lagerung. Gleichzeitig gilt Polystyrol grundsätzlich als recycelbar. Das über den Gelben Sack erfasste Material stammt überwiegend aus Lebensmittelverpackungen. Dennoch werden Polystyrol-Verpackungen zunehmend seltener sortiert und dem Recycling zugeführt, da die erfassten Mengen zurückgehen.
Vor diesem Hintergrund hat das Forum Rezyklat die Initiative „Keeping PS alive – Realising PS Circularity“ gestartet. Ziel ist es, das Polystyrol-Recycling entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren und weiterzuentwickeln. Zu den neu hinzugekommenen Mitgliedern gehören unter anderem Danone sowie die Unternehmensgruppe Theo Müller. Ende Februar kamen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen zu einem Auftakttreffen zusammen.
Anforderungen durch die PPWR
Mit der PPWR steigen die Anforderungen an den Einsatz von Rezyklaten in Verpackungen. Materialien, die sich in geschlossenen Kreisläufen führen lassen und einen sicheren Einsatz von Rezyklaten auch in Lebensmittelverpackungen ermöglichen, gewinnen dadurch an Bedeutung. Polystyrol erfüllt diese Voraussetzungen grundsätzlich, sofern Sammlung, Sortierung und Recycling entsprechend weiterentwickelt werden.
Wertstoffkreislauf für mechanisch recyceltes Polystyrol
An der Initiative beteiligen sich derzeit 16 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette. Neben den neuen Mitgliedern aus der Molkereibranche gehören dazu Unternehmen aus Handel, Verpackungsherstellung, Systembetrieb und Recycling. Vertreten sind unter anderem cosnova, Schaebens, ALDI Nord und ALDI Süd, Greiner Packaging, BellandVision, Eko-Punkt, Interzero, PreZero sowie Vogt Plastic.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der Austausch entlang der gesamten Lieferkette. Ziel ist es, die getrennte Erfassung und Sortierung von Polystyrol-Bechern zu verbessern, den Einsatz von mechanisch recyceltem Polystyrol (mrPS) zu ermöglichen und die Nachfrage nach entsprechenden Rezyklaten zu erhöhen. Langfristig soll so ein hochwertiger Wertstoffkreislauf für mechanisch recyceltes Polystyrol in der Europäischen Union aufgebaut werden. Bis 2030 streben die beteiligten Unternehmen eine großskalige Umsetzung entsprechender Recyclingstrukturen an.







