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BDE fordert klare Textil-EPR-Regeln

Der BDE fordert klare Wettbewerbsregeln für die geplante erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien. Das Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums gehe in die richtige Richtung, lasse aber zentrale Fragen zur Aufgabenverteilung offen.
BDE fordert klare Textil-EPR-Regeln
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Verband sieht Nachbesserungsbedarf

Der BDE bewertet die geplante erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien als notwendigen Schritt. Sie soll Rohstoffverbrauch, Umweltfolgen durch kurzlebige Mode und die angespannte Lage im Alttextilmarkt adressieren.

Nach Ansicht des Verbandes reicht das Ende März 2026 vorgelegte Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit jedoch nicht aus. Es enthalte bislang nur eine grobe Orientierung. Unklar bleibe vor allem, welche Rolle Organisationen für Herstellerverantwortung, private Entsorgungsunternehmen und Kommunen künftig übernehmen sollen.

Kritik an kommunalen Sonderrechten

Der BDE kritisiert vorgesehene Optierungsrechte der Kommunen bei der Sammlung von Alttextilien. Zudem sieht der Verband Einschränkungen für Organisationen für Herstellerverantwortung bei der Zusammenarbeit mit bestehenden Sammeldienstleistern kritisch.

Aus Sicht des BDE können solche Regelungen die Steuerung des Systems erschweren und die Kosten erhöhen. Der Verband fordert deshalb diskriminierungsfreie Wettbewerbsbedingungen, klare Zuständigkeiten und einheitliche Rahmenbedingungen für alle Marktakteure.

Verantwortung für Sammlung und Verwertung

Die Organisationen für Herstellerverantwortung sollen nach Auffassung des BDE die operative Verantwortung für Sammlung und Verwertung vollständig übernehmen können. Nur so könne die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien ihre Lenkungswirkung entfalten.

Der Verband sieht zudem Investitionsbedarf in Sortier- und Recyclingtechnik. Dies betreffe insbesondere Verfahren für eine hochwertige Kreislaufführung und den Aufbau von Faser-zu-Faser-Recycling.

Ökomodulation braucht Rechtsrahmen

Die geplante Ökomodulation der Herstellerbeiträge anhand qualitativer Kriterien bewertet der BDE grundsätzlich positiv. Gleichzeitig fordert der Verband eine genauere Ausgestaltung und eine enge Verknüpfung mit den erwarteten Vorgaben der Europäischen Union zum Ökodesign.

Nach Einschätzung des BDE zeigen Erfahrungen aus dem Verpackungsbereich, dass Ökomodulation im Wettbewerb der Systeme nur mit einem klaren rechtlichen Rahmen funktioniert. Ergänzend spricht sich der Verband für Rezyklateinsatzquoten und eine gezielte Förderung von Sortierung und Recycling aus.

Zentrale Stelle gefordert

Für den Vollzug fordert der BDE eine zentrale bundeseinheitliche Stelle. Sie soll Registrierung, Aufsicht und Clearing zwischen den Systemen übernehmen. Damit will der Verband Wettbewerbsverzerrungen vermeiden und einheitliche Regeln für die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien sicherstellen.

Quelle: BDE
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