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Recyclinglösungen für klimagerechte Städte

Der erste kommunale Klimadialog der Initiative New Life hat Kommunen praktische Ansätze für klimagerechte Städte vorgestellt. An dem digitalen Fachforum am 22. April nahmen Vertreterinnen und Vertreter von 62 Städten, Gemeinden und Landkreisen aus Deutschland teil.
Recyclinglösungen für klimagerechte Städte
Der erste kommunale Klimadialog der Initiative NEW LIFE hat gezeigt: Der Wandel zu klimagerechten, lebenswerten Städten ist bereits in vollem Gange. 62 Städte, Gemeinden und Landkreise hatten sich für das digitale Expertenforum angemeldet. Die Kommunalvertreter brachten sich in den Dialog ein und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Fachleuten und Branchenexperten über die nachhaltige Stadtplanung der Zukunft. Copyright: NEW LIFE.
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Im Mittelpunkt standen Recyclingprodukte aus recyceltem Reifen-Gummigranulat. Sie können im Städtebau, auf Spiel- und Sportflächen sowie in der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden. Ziel ist es, bestehende Materialien hochwertig zu verwerten, natürliche Ressourcen zu schonen und kommunale Projekte wirtschaftlich umzusetzen.

Kreislaufwirtschaft im kommunalen Bau

Die Initiative New Life stellte die Kreislaufwirtschaft als Instrument für kommunalen Klimaschutz vor. Altreifen werden dabei mechanisch aufbereitet und zu Sekundärrohstoffen verarbeitet. Daraus entstehen Produkte für Bau, Infrastruktur, Sport und öffentliche Räume.

Für Kommunen kann der Einsatz solcher Materialien mehrere Anforderungen verbinden. Dazu zählen geringere Abfallmengen, Ressourcenschonung, langlebige Anwendungen und reduzierte Wartungskosten. Zudem verpflichtet Paragraf 45 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes öffentliche Auftraggeber, Recyclingprodukte bevorzugt zu berücksichtigen.

Anwendungen für Gebäude und Infrastruktur

Ein Themenblock behandelte Recyclinglösungen für den Städtebau. Bautenschutzsysteme aus recyceltem Reifen-Gummigranulat schützen Dachflächen mit Begrünung oder Photovoltaik und können deren Nutzungsdauer verlängern.

Weitere Anwendungen betreffen Trittschalldämmungen, Schwingungsisolierungen und elastische Gebäudelagerungen. Sie kommen vor allem in dicht bebauten Gebieten oder an Verkehrsachsen zum Einsatz. Dort können sie Gebäude vor Belastungen schützen und die Wohnqualität verbessern.

Sichere Spiel- und Sportflächen

Der zweite Themenblock zeigte Anwendungen für Spielplätze, Sportanlagen und Grünflächen. Fallschutzböden, Einfassungen und Gestaltungselemente aus Reifen-Gummigranulat unterstützen barrierefreie und inklusive Spielräume. Sie erhöhen zugleich die Sicherheit auf öffentlichen Flächen.

Auch Sportbeläge, Laufbahnen, Kunstrasensysteme mit Elastikschichten und Rasengitterplatten wurden vorgestellt. Sie eignen sich für stark beanspruchte Flächen, sind wasserdurchlässig und können Wartungsaufwand reduzieren.

Lösungen für Verkehr und Mobilität

Im dritten Themenblock ging es um Verkehrsinfrastruktur. Gummimodifizierter Asphalt kann die Lebensdauer von Straßen erhöhen und Lärm mindern. Damit eignet er sich vor allem für innerstädtische Bereiche mit hoher Verkehrsbelastung.

Ergänzend präsentierten die Fachleute Lärmschutzsysteme sowie Produkte für Verkehrssicherung und barrierefreie Mobilität. Dazu gehören Überfahrrampen und Leitelemente aus Recyclingmaterial. Sie lassen sich in kommunalen Projekten flexibel einsetzen.

Dialog soll fortgesetzt werden

Nach Angaben der Initiative New Life bewerteten die Teilnehmenden den fachlichen Austausch positiv. Besonders relevant waren demnach die konkreten Einsatzmöglichkeiten von Recyclingprodukten in kommunalen Projekten.

Die Initiative plant eine Fortsetzung des Klimadialogs mit Kommunen. Dabei sollen einzelne Themen vertieft und weitere Praxisfragen behandelt werden.

Quelle: New Life
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