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Deutschland und Indien wollen Klimadialog vertiefen

Deutschland will die bilaterale Zusammenarbeit mit Indien im Umwelt- und Klimaschutz intensivieren. Staatssekretär Jochen Flasbarth nimmt am World Sustainable Development Summit 2026 in Neu-Delhi teil und führt Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern indischer Ministerien sowie Fachverbänden.
Deutschland und Indien wollen Klimadialog vertiefen
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Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung der deutsch-indischen Umweltkooperation, die Vorbereitung des Deutsch-Indischen Umweltforums sowie der Austausch zu aktuellen multilateralen Verhandlungen im Klima- und Umweltschutz.

Die Reise knüpft an die Ergebnisse des EU-Indien-Gipfels im Januar 2026 sowie an die Indien-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz an. Ziel ist es, den Dialog zu zentralen klimapolitischen und umweltpolitischen Handlungsfeldern zu vertiefen. Dazu zählen insbesondere die Zusammenarbeit im Emissionshandel, die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien sowie der Ausbau erneuerbarer Energien. Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative wird in Indien ein Projekt zur Agri-Photovoltaik gestartet, das die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen für Nahrungsmittelproduktion und Solarstromerzeugung fördert.

Indien nimmt eine zunehmend wichtige Rolle in internationalen Klimaverhandlungen ein. Nach der G20-Präsidentschaft im Jahr 2023 und der aktuellen BRICS+-Präsidentschaft gewinnt das Land geopolitisch weiter an Bedeutung. Gleichzeitig steht Indien angesichts wirtschaftlichen Wachstums und eines hohen Anteils fossiler Energieträger vor erheblichen Herausforderungen bei der Transformation seines Energiesystems. Der Ausbau erneuerbarer Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie Strategien zur Emissionsminderung gewinnen vor diesem Hintergrund an Relevanz.

Indien zählt zu den zentralen Partnerländern des Bundesumweltministeriums im Rahmen der seit 2022 bestehenden Green and Sustainable Development Partnership. Diese ressortübergreifende Plattform dient der Umsetzung der Pariser Klimaziele sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Aktuell werden zehn bilaterale Projekte umgesetzt. Die Schwerpunkte liegen auf erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, industrieller Dekarbonisierung, dem Schutz und der Wiederherstellung von Waldlandschaften sowie dem Erhalt der Biodiversität.

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs im April und des Deutsch-Indischen Umweltforums im Mai sind weitere Fachgespräche mit indischen Ministerien geplant. Die bilaterale Zusammenarbeit soll damit strukturell weiterentwickelt und auf zentrale Transformationsfelder der internationalen Klima- und Umweltpolitik ausgerichtet werden.

Quelle: Umweltbundesamt
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