Fehlwürfe belasten Recyclingprozesse
Nach Angaben der dualen Systeme enthalten Gelbe Tonnen und Gelbe Säcke weiterhin hohe Anteile falsch entsorgter Abfälle. Dazu zählen unter anderem Windeln, Staubsaugerbeutel, Batterien und Lebensmittelreste. Diese Fehlwürfe erschweren Sortierung und Recycling und führen dazu, dass Wertstoffe verloren gehen.
Die Kampagne reagiert zudem auf verbreitete Fehlannahmen über das Recycling von Verpackungen. Viele Verbraucher gehen weiterhin davon aus, dass Verpackungsabfälle überwiegend verbrannt oder exportiert werden. Die Aktion soll deshalb über bestehende Recyclingprozesse und die Bedeutung der richtigen Mülltrennung für die Kreislaufwirtschaft informieren.
Bedeutung von Sekundärrohstoffen
Aus recycelten Verpackungen entstehen in Deutschland jährlich mehrere Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe. Diese Materialien dienen als Rohstoffbasis für neue Verpackungen und Produkte. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft wollen die Beteiligten die Sammelqualität und Sammelmenge gebrauchter Verpackungen erhöhen.
Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ koordiniert die Aktion der dualen Systeme. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die richtige Mülltrennung zu sensibilisieren und die Akzeptanz für Recycling zu stärken.
Dialogformate in Städten und Gemeinden
Während des Aktionszeitraums sind bundesweit rund 500 Veranstaltungen geplant. Zum Einsatz kommen 20 Informationsfahrzeuge, die Städte und Gemeinden in ganz Deutschland besuchen. Fachkräfte aus kommunalen Abfallberatungen und den dualen Systemen beantworten dort Fragen zur richtigen Entsorgung von Verpackungen und anderen Abfällen.
Die Aktion richtet sich auch an Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Kommunale Abfallberatungen stellen dafür Informations- und Lehrmaterialien bereit. Darüber hinaus ermöglichen regionale Entsorgungsunternehmen Einblicke in Sortier- und Recyclingprozesse.
Handel beteiligt sich an Aufklärung
Auch Handelsunternehmen unterstützen die Kampagne direkt am Verkaufsort. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich 13 Handelspartner mit Informationen in rund 13.700 Märkten bundesweit. Die Unternehmen informieren über Plakate, digitale Kanäle und Aktionen auf Parkplätzen über die richtige Mülltrennung und das Recycling gebrauchter Verpackungen.
Im Jahr 2023 fielen bei privaten Endverbrauchern in Deutschland rund 8,4 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Die Initiatoren sehen deshalb den Handel als wichtigen Ansprechpartner, um Verbraucher unmittelbar beim Einkauf zu erreichen.
Gemeinsames Bündnis der Kreislaufwirtschaft
Mit der Aktion bündeln Kommunen, Handel, Hersteller, Entsorgungswirtschaft und duale Systeme ihre Aktivitäten zur Verbraucherinformation. Bislang erfolgte die Aufklärung über Mülltrennung und Recycling überwiegend getrennt voneinander.
Die Partneraktion „Deutschland trennt“ wurde erstmals 2024 durchgeführt und wird 2026 fortgesetzt. Ziel bleibt es, durch bessere Mülltrennung die Recyclingqualität zu erhöhen und einen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz zu leisten.







