FE-Schrottmarkt in unruhigem Fahrwasser

Seit April ist der europäische Markt für Eisen-Schrotte so einigen Turbulenzen ausgesetzt. „Seit dem letzten BIR-„World Mirror“ und meinem Vortrag bei der BIR-Konferenz in Rom im Mai ist der Markt sehr schwierig“, fasst auch Tom Bird, Präsident der European Ferrous Recovery and Recycling Association (EFR), seine Beobachtungen zusammen.

In den ersten Mai-Wochen hätte der Markt in ganz Europa geschwächelt, führt der Präsident der Tochterorganisation des Bureau of International Recycling (BIR) im aktuellen BIR-„World Mirror“ weiter aus. Durch die generelle konjunkturelle Eintrübung sei eine niedergeschlagene Stimmung spürbar.

Die Krise des Euro hätte europäische Schrotte in den USA zu einer billigeren Alternative für Schrotte von der US-Ostküste gemacht. Die Währungsvolatilität habe sich aber nicht nur auf den US-Dollar und den Euro ausgewirkt, sondern auch die indische Rupie unter Druck gesetzt und beeinflusse auch den Container-Markt.

Im Juni sei das Preisniveau durchschnittlich um 30 Euro pro Tonne gefallen, berichtet EFR-Präsident Bird. Da die Börsenstimmung sehr unsicher sei, würden Händler versuchen, ihre Ware möglichst schnell zu verkaufen. Auch Walzwerke hätten sich diesem Trend angeschlossen und würden Angebote nur für eine kurze Zeit aufrecht erhalten und bei einer Entscheidungsverzögerung seitens der Händler ihr Angebot auf ein niedrigeres Level umbuchen.

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