Bayern hat vier Fünftel der Abfälle wiederverwertet

In bayerischen Abfallentsorgungsanlagen wurden 2008 über 52 Millionen Tonnen Abfälle eingesetzt. Den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung die Bau- und Abbruchabfälle. Ähnlich stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil. Gut vier Fünftel des Mülls wurden demnach wiederverwertet.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag das Gesamtaufkommen an Abfällen in den 4.478 in Bayern betriebenen Abfallentsorgungsanlagen im Jahr 2008 bei insgesamt 52,6 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Jahr 2007 sei damit ein Rückgang des Gesamtabfallaufkommens um 2 Millionen Tonnen beziehungsweise 3,7 Prozent zu verzeichnen gewesen. Rund 5,5 Prozent (2,9 Millionen Tonnen) des angelieferten Abfalls waren Sekundärabfälle, wie zum Beispiel Schlacken, Schlämme, Sortierreste oder Aschen die nach einer Behandlung von Abfällen in Abfallbehandlungsanlagen entstehen.

80,9 Prozent des Gesamtabfallaufkommens (42,6 Millionen Tonnen) kamen aus Bayern
selbst, wovon 11,9 Prozent (6,3 Millionen Tonnen) betriebseigene Abfälle waren.
Von allen Abfallarten den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten den Angaben zufolge mit 61,2 Prozent beziehungsweise 32,2 Millionen Tonnen die Bau- und Abbruchabfälle wie beispielsweise Boden, Steine oder Bauschutt. Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit insgesamt 16,4 Prozent (8,6 Millionen Tonnen) am Gesamtaufkommen. Darunter waren 2,9 Millionen Tonnen Restmüll, wie Hausmüll, hausmüllähnlicher Gewerbemüll, 3,2 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Fraktionen, darunter 1,9 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton (einschließlich Verpackungen).

Die übrigen rund 2,0 Millionen Tonnen der 2008 entsorgten Siedlungsabfälle waren laut Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bioabfall und Grüngut (1,6 Million Tonnen) sowie andere Siedlungsabfälle wie zum Beispiel Sperrmüll, Straßenkehricht oder gemischte Verpackungen. Gut vier Fünftel der in Bayern im Jahr 2008 entsorgten Abfälle (43,6 Millionen Tonnen) wurden in Abfallbehandlungsanlagen verwertet und konnten der Kreislaufwirtschaft damit erneut zugeführt werden. Die restlichen 17,5 Prozent landeten in Abfallverbrennungsanlagen (3,6 Millionen Tonnen) und wurden dort thermisch beseitigt oder auf Deponien abgelagert (5,4 Millionen Tonnen).

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