Der Young Inventors Prize würdigt Innovatoren unter 30 Jahren, die globale Herausforderungen durch bahnbrechende Wissenschaft und Technologie angehen
Der Young Inventors Prize würdigt Innovatoren unter 30 Jahren, die globale Herausforderungen durch bahnbrechende Wissenschaft und Technologie angehen
Für die Energiewende spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle. Das Gas wird vor allem mit Hilfe von Elektrolyseuren produziert. Für diesen Prozess sind kritische Rohstoffe, wie Metalle der Platingruppe, Seltene Erden oder Nickel, als Katalysator nötig. Forschende des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), einem Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), konnten diese Funktionsmaterialien nun mittels innovativen Flotationsverfahren und der Flüssig-Flüssig-Partikelextraktion zurückgewinnen und sie so erneut in den Wertstoffkreislauf bringen.
Technische Eingriffe zur Abmilderung der Klimakrise werden zunehmend international diskutiert. Ein oft genannter Eingriff ist die sogenannte Solar Radiation Modification (SRM), also die technische Beeinflussung der Sonneneinstrahlung. Hierfür gibt es mehrere Ansätze, die aus Sicht des Umweltbundesamtes (UBA) alle hochriskant sind und keine praktikable Lösung der Klimakrise darstellen. Seine Erkenntnisse hat das UBA nun in einer Broschüre veröffentlicht.
Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) entwickelt im Rahmen des Verbundprojekts PLAS4PLAS eine in¬novative Methode zur nachhaltigen Wiederverwer¬tung von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). In Kooperation mit dem Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik (IUTA) sowie der TU Berg¬akademie Freiberg arbeitet das Forschungsteam an einem emissionsfreien und rückstandsfreien Recyc¬lingverfahren auf Basis von thermischem Plasma. Das bis 2029 laufende Projekt wird von der Volkswagen¬stiftung mit 1,37 Millionen Euro gefördert.
Die Update Texware GmbHwird ab April 2025 offizieller Partner im Recycling-Atelier Augsburg. Die Software macht Materialflüsse transparent und ermöglicht eine effiziente Steuerung von Ressourcen. Die Kooperation ist Grundlage für eine datengetriebene Kreislaufwirtschaft.
Circular Economy gilt als Schlüssel für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit, doch in der Messebranche ist sie bislang kaum etabliert. Das soll sich ändern: Mit dem Forschungsprojekt „Kreislaufwirtschaft in der Messewirtschaft“ (KRIDEM) entwickelt die Hochschule Osnabrück Ideen für kreislaufwirtschaftsfähige Messestände und eine nachhaltige Messewirtschaft. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben mit rund 150.000 Euro.
Unternehmen und Erfinder*innen aus aller Welt reichten im vergangenen Jahr 199.264 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) ein, wie aus dem heute veröffentlichten Patentindex 2024 hervorgeht. Die Patentaktivität bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 199.452, -0,1 %) nach drei Jahren deutlichen Wachstums. Die Anmeldungen aus Europa, einschließlich aller 39 EPA-Mitgliedstaaten, stiegen um +0,3 %, während die Anmeldungen aus Ländern außerhalb Europas leicht zurückgingen (-0,4 %).
Das durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) finanzierte Vorhaben „Pilot-SBG“ fokussiert sich auf die Bereitstellung von erneuerbarem Methan als Energieträger für schwer elektrifizierbare Verkehrssektoren. Zentrale Bestandteile des vom Deutschen Biomasseforschungszentrum bearbeiteten Forschungs- und Demonstrationsvorhabens sind die Planung und Errichtung sowie der erfolgreiche Versuchsbetrieb einer Pilotanlage für synthetisiertes Biogas (SBG) im Technikumsmaßstab. In Anwesenheit von rund 120 Gästen aus Forschung, Politik und Industrie konnte die neue Forschungsanlage in einem feierlichen Akt am 18. März 2025 offiziell in Betrieb genommen werden.
Auf fossilem Kohlenstoff basierende Industrien in Mitteldeutschland, wie die Chemie- und kunststoffverarbeitende Industrie, stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Eine neue Studie des Wuppertal-Instituts und des Unternehmensberaters Arvid Friebe im Auftrag des Forum Rathenau beleuchtet vor diesem Hintergrund erstmals die Bedeutung der nachhaltigen Kohlenstoffwirtschaft im Mitteldeutschen Revier. Die Studie skizziert Herausforderungen, Chancen sowie essenzielle Schritte hin zum Erhalt der kohlenstoffbasierten Industrie in Mitteldeutschland in einer klimaneutralen Welt.
Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind im Jahr 2024 laut Umweltbundesamt (UBA) um 3,4 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente gegenüber 2023 gesunken.
Die Renewable Carbon Initiative (RCI) hat eine Studie veröffentlicht, die die Vorgaben von Ökobilanz- und CO₂-Fußabdruck-Standards in Bezug auf erneuerbare Kohlenstoffquellen – also Kohlenstoff aus Biomasse, Kohlenstoffabscheidung oder Recycling – analysiert. Durchgeführt vom Nova-Institut im Auftrag der RCI, bietet die Studie eine vergleichende Bewertung, wie zentrale Nachhaltigkeitsrahmenwerke methodische Entscheidungen treffen.
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