SCHLAGWORTE: Landwirtschaft

bvse: Klärschlamm-Verwertungsystem nicht zerstören

| Der im Koalitionsvertrag vorgesehene Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammausbringung ist in der Entsorgungswirtschaft auf breite Kritik gestoßen. Das wurde auch bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern von Branche und Behörden im Rahmen des bvse-Forums Biogene Abfälle in Mainz deutlich.

Weltec Biopower baut 500-Kilowatt-Anlage in Frankreich

| Weltec Biopower hat einen Vertrag über den Bau einer 500-Kilowatt-Biogasanlage im westfranzösischen Saint-Varent unterzeichnet. Das gibt der Biogasanlagenhersteller aus Vechta bekannt. Vertragspartner ist der französische Projektentwickler Methaneo.

Niedersachsen ist Motor für Biogas-Erzeugung

| Mit 1.405 überwiegend landwirtschaftlichen Biogasanlagen, die über eine installierte elektrische Leistung von 743 Megawatt elektrisch verfügen, nimmt Niedersachsen mit Bayern bundesweit eine Führungsrolle ein. „Laut Biogasinventur“ werden etwa 30 Prozent des Biogasstroms in Deutschland von niedersächsischen Anlagen erzeugt.

Rheinland-Pfalz verwendet Klärschlamm überwiegend in Landwirtschaft

| Der wichtigste Entsorgungsweg für Klärschlamm ist in Rheinland-Pfalz die landwirtschaftliche Verwertung. Das teilt das Statistische Landesamt mit. Im Vergleich zu Deutschland werde in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich viel des in kommunalen Anlagen anfallenden Klärschlamms in der Landwirtschaft verwertet.

Infinergy Energy baut Biodiesel-Anlage in China

| Die Infinergy Energy PLC gibt den Abschluss einer Grundlagenvereinbarung mit dem Bezirk Shangshui in der Henan-Proviz, China, über den Bau einer Biodieselanlage für Landwirtschaftsabfälle bekannt. Sie hat den Angaben des britischen Unternehmens zufolge eine Kapazität von 300.000 Tonnen Abfallverarbeitung pro Jahr.

Britisches Umweltministerium hat neuen Chef

| Mit zahlreichen Personaländerungen hat der britische Premierminister David Cameron auf die Kritik an seiner Regierung reagiert. Auch das britische Umweltministerium Defra hat einen neuen Chef bekommen. Owen Paterson, der frühere Außenminister von Nordirland, folgt Lord Taylor of Holbeach im Amt des Umweltministers.

Klärschlammdüngung ist Baustein der Phosphorversorgung

| Für den bvse ist eine Empfehlung des Umweltbundesamts (UBA) zur Klärschlamm-Entsorgung nicht nachvollziehbar. Der Verband fragt sich, warum Klärschlämme, die für eine direkte Ausbringung geeignet seien, einen Umweg über Verbrennungsanlagen machen sollen, damit dort der Phosphor gewonnen und anschließend auf den Feldern ausgebracht wird.

Thermische Verwertung von Klärschlamm auf dem Vormarsch

| Für Deutschland entstehen durch veränderte Rahmenbedingungen neue Anforderungen an die Klärschlammverwertung. trend:research erwartet, dass dadurch die Verwertung in der Landwirtschaft eingeschränkt wird und die thermische Entsorgung an Relevanz gewinnt.

Info-Kampagne zum Vermeiden von Essensabfällen

| Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat eine neue Informationskampagne zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen gestartet. Vermeidbare Abfälle entstünden überall entlang der Wertschöpfungskette in unterschiedlichen Dimensionen - von der landwirtschaftlichen Erzeugung, der Lebensmittelverarbeitung bis hin zum Handel, und am Ende der Kette in der Gastronomie und den privaten Haushalten.

Welche Rolle Biogas beim Atomausstieg spielen kann

| Energiegewinnung aus Biogas hat in Deutschland das Potenzial, fast neun kohlebefeuerte Grundlastkraftwerke oder rund dreieinhalb Atomkraftwerke zu ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft in der aktuellen Ausgabe ihrer Veröffentlichungsreihe Greenfacts. Die Vorgabe des Atomausstiegs mache es erforderlich, eine Gesamtstromleistung von 12.700 Megawatt zu ersetzen. Dabei könne Biogas eine Rolle spielen.

10,6 Tonnen Abfall pro Beschäftigten in Sachsen-Anhalt

| Die Betriebe und Arbeitsstätten in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2010 insgesamt 1,8 Millionen Tonnen Abfälle erzeugt. Darunter waren 240.000 Tonnen (13,5 Prozent) gefährliche Abfälle, die im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes besonders überwachungsbedürftig sind. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes hervor. Auffällig sei die große Spanne der in den Betrieben pro Kopf erzeugten Abfallmenge.

Entsorgung von Speiseabfällen ist keine Landwirtschaft

| Ein Schweinezuchter hatte zusätzliche Umsätze aus der Entsorgung von in Großküchen und der Gastronomie anfallenden Speiseresten erzielt, die er nach Aufbereitung als Schweinefutter verwendete. Für diese Umsätze machte er die Durchschnittssatzbesteuerung geltend. Das Finanzamt allerdings nicht und unterwarf neben den Entsorgungsumsätzen zusätzlich den (geschätzten) Wert der Abfälle der Regelbesteuerung. Seiner Klage dagegen gab das Finanzgericht Münster teilweise statt, entschied aber, dass er damit keine landwirtschaftlichen Dienstleistungen erbracht habe.

Reinholz unterstützt Handy-Sammel-Initiative der DUH

| Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat dazu aufgerufen, alte Mobiltelefone nicht im Hausmüll zu entsorgen. Mehr als 70 Millionen davon lägen nach neuesten Schätzungen in deutschen Haushalten und landeten oft in der Mülltonne. Im Umweltministerium ließ Reinholz heute eine Sammelkiste für gebrauchte Handys aufstellen. Die Sammlung unterstütze die Initiative „Handys für die Umwelt“, getragen von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom, wie das Landesumweltministerium erläutert.

EU27 erzeugt 920 Millionen Tonnen nicht-mineralische Abfälle

| Im Jahr 2008 sind in der EU27 rund 920 Millionen Tonnen nicht-mineralische Abfälle angefallen. Das berichtet das Statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat. Dies entspreche 1.800 Kilogramm pro Kopf. Drei Viertel davon stammten von Produktionstätigkeiten. In den Mitgliedstaaten wurde der meiste nicht-mineralische Abfall im vom Vereinigten Königreich erzeugt, nicht viel weniger sei in Deutschland angefallen.
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