Nabu: Staat soll Hockenheimer Altlast entsorgen

| Der Naturschutzbund (Nabu) in Baden-Württemberg aht das Umweltministerium aufgefordert, schnell für die Entsorgung von dioxin- und asbestkontaminierten Abfällen in Hockenheim zu sorgen. Die Altlasten waren im Sommer 2006 auf dem Gelände einer stillgelegten Abfallfirma entdeckt worden. Bisher ist nicht geklärt, wer die Entsorgung bezahlen muss.

Umweltausschuss stoppt VerpackV-Novelle

| Der Bundestag wird die Novelle der Verpackungsverordnung nicht wie geplant heute verabschieden. Wie der abfallpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Horst Meierhofer, gegenüber der Tageszeitung "Die Welt" erklärte, hat der Umweltausschuss den Entwurf gestoppt. Grund ist wohl das juristische Gutachten, das der Bundesverband der Selbstentsorger von Verkaufsverpackungen (BSVV) kürzlich vorgelegt hat.
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Alba übernimmt Verpackungsmüllabfuhr im Kreis Mettman

| Ab Sommer 2008 wird der Berliner Entsorger Alba die Abfuhr der Gelben Tonnen im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann übernehmen. Der Konzern richtet dafür eine Filiale in Hilden ein. Bei der Ausschreibung der Duales System Deutschland GmbH (DSD) zog der bisherige Dienstleister Remondis den Kürzeren.

Bayerische Entsorger für Erbschaftssteuerreform

| Der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS) hat sich in scharfen Tönen gegen das geltende Erbschaftssteuerrecht ausgesprochen. VBS-Präsident Otto Heinz forderte die Politik auf, "eine mittelstandsfreundliche Lösung des Problems zu verabschieden".
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AVE übernimmt Müllabfuhr in Passau

| Die österreichische AVE hat den Zuschlag für die Müllabfuhr im Stadtgebiet Passau bekommen, die der Zweckverband Abfallwirtschaft Donau-Wald europaweit ausgeschrieben hatte. Lokales Know-how braucht das Unternehmen nicht aufzubauen: Den bisherigen Dienstleister Knödlsieder kauften die Österreicher kurzerhand auf.

Kunststoffverpackungsindustrie freut sich über Umsatzplus

| Im ersten Halbjahr 2007 haben die Kunststoffverpackungen mit einem Plus von 11 Prozent beim Umsatz ihre führende Marktposition gegenüber den anderen Packmitteln behauptet. Dies gab die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) bekannt. Der Trend könnte sich aber bald abschwächen.

Verbraucher stehen zur Mülltrennung

| Laut einer Umfrage im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) befürworten 92 Prozent der deutschen Verbraucher grundsätzlich die vom Restmüll getrennte Sammlung von Wertstoffen. Die finanzielle Herstellerverantwortung unterstützen demnach 68 Prozent.

DSD: Kunststoffrecycling billiger als Verbrennung

| Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) sieht das stoffliche Recycling von Verpackungen gegenüber der Verbrennung deutlich im Vorteil. Nicht nur sei die thermische Verwertung ökologisch fragwürdig, das Recycling sei zudem billiger. Durchschnittlich koste es nur 100 Euro pro Tonne - eine Verbrennung schlage im Schnitt mit 174 Euro pro Tonne zu Buche.

Stahlschrottbranche: Trend zur Spezialisierung

| Die große Materialvielfalt wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren wohl dazu führen, dass viele Stahlrecycling-Unternehmen sich stärker auf spezielle Aufbereitungstechniken konzentrieren. Diese Ansicht vertraten viele Teilnehmer einer Gesprächsrunde der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV). Das Gesicht der Branche werde sich nachhaltig verändern.

Baden-Württemberg als Vorbild beim Baustoffrecycling?

| Unter der Schirmherrschaft der baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner nahmen über 300 Teilnehmer in Filderstadt bei Stuttgart an dem jährlichen Baustoff-Recycling-Tag Baden-Württemberg teil. Das Motto der Veranstaltung war "Baustoffrecycling im Südwesten – Bewährte Lösungswege und Vorbild für den Bund".

Selbstentsorger fühlen sich bei VerpackV-Novelle übergangen

| Der Bundesverband der Selbstentsorger von Verkaufsverpackungen (BSVV) erhebt schwere Vorwürfe gegen das Bundesumweltministerium (BMU). Nach einem beim Trierer Umweltrechtler Reinhard Hendler in Auftrag gegebenen Gutachten habe das Ministerium die Beteiligungsrechte der betroffenen Unternehmen bei der Diskussion um die Novelle der Verpackungsverordnung grob verletzt. Der BSVV hält die gesamte Novelle daher für nichtig.

Stadtwerke Krefeld auf 170 bis 210 Millionen Euro taxiert

| Die Fusion der Stadwerke Neuss (SWN) und Krefeld (SWK) wird die Neusser teurer kommen als zunächst gedacht. Die SWN werden einen 25,1-prozentigen Anteil am zukünftigen Schwesterunternehmen übernehmen. Es kam zu Nachverhandlungen, weil die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers den geschätzten Wert der Krefelder Stadtwerke deutlich angehoben hatte. Nun wurde eine Zahl bekannt: 170 bis 210 Millionen Euro.

Alba übernimmt Verpackungsmüllabfuhr in Essen

| Der Berliner Entsorger Alba, der die Ausschreibung für die Erfassung von Verpackungsmüll in Essen gewonnen hat, wird im Dezember neue Behälter in der Ruhrmetropole verteilen. Vorgänger Rhenus sammelt seine Gelben Tonnen wieder ein. Unter den Bürgern herrscht laut "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung" Spannung, weil der Übergang vor drei Jahren nicht reibungslos abgelaufen sei.

HIT vertreibt Seram-Produkte in Norddeutschland

| Ab November wird die Hafen- und Industrietechnik GmbH (HIT) aus Wardenburg für den norddeutschen Raum den Vertrieb von Produkten und Anlagen der Seram Group übernehmen. Der Hersteller aus dem südfranzösischen Perpignan bietet Balancekrane und komplette Recyclinganlagen an.