Ab dem 21. Mai 2026 sind alle verbringungsbezogenen Informationen und Dokumente vollständig elektronisch zu übermitteln und auszutauschen. Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft müssen ihre bisherigen papierbasierten Verfahren entsprechend anpassen und digitale Prozesse etablieren.
Die EU-Kommission stellt DIWASS als zentrale Webanwendung sowie als technische Schnittstelle für nationale Systeme und Unternehmenssoftware bereit. Damit entsteht ein standardisierter Rahmen für den Datenaustausch zwischen Wirtschaftsbeteiligten und Behörden innerhalb der Europäischen Union. Ronasystems bietet seinen Kunden ab sofort eine DIWASS-Schnittstelle an.
Drei zentrale Prozessbereiche
DIWASS deckt drei zentrale Prozessbereiche ab: das Notifizierungsverfahren einschließlich der Erstellung und Ergänzung von Begleit- bzw. Movement-Dokumenten, die Erstellung und Vervollständigung der Anhang-VII-Dokumente für Verbringungen „grün gelisteter“ Abfälle sowie die Bereitstellung von Entscheidungen und Informationen zu vorab zugelassenen Verwertungsanlagen. Wie Unternehmen und Behörden konkret zugreifen, entscheiden die zuständigen Stellen in den Mitgliedstaaten.
Möglich sind der Zugang über die DIWASS-Weboberfläche, über ein angebundenes nationales System oder hybride Modelle. So können Unternehmen zum Beispiel nicht nur Verbringungsdokumente manuell einpflegen, sondern auch auf eine API-basierte Schnittstelle zugreifen, die den automatisierten Austausch zwischen DIWASS, nationalen Behördensystemen und kommerzieller Branchensoftware ermöglicht.
Umstellung auf datenbasierte Verfahren
Mit der Einführung von DIWASS verlagert sich die Abfallverbringung vollständig auf strukturierte Datensätze. Unternehmen müssen Rollen, Verantwortlichkeiten und Zugriffsrechte klar definieren und in ihren Systemen abbilden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Registrierung aller beteiligten Standorte im DIWASS-System sowie deren Freischaltung durch die zuständigen Behörden.
Da behördliche Prüf- und Genehmigungsprozesse Zeit in Anspruch nehmen können, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung. Nur registrierte Standorte können in Notifizierungen und Begleitdokumenten berücksichtigt werden.
Flexibilität für unterschiedliche Zugangswege
Rona:systems verfolgt dabei einen länderspezifischen Ansatz. Während Länder wie Österreich den DIWASS-Zugang über bestehende nationale Systeme organisieren, ermöglichen andere Staaten voraussichtlich den Direktzugang zur DIWASS-Plattform. Rona:systems entwickelt daher flexible Module, die beide Zugangswege unterstützen.







