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Recyclingstrategien für smarte Textilien

Die Hochschule Osnabrück erforscht neue Ansätze für das Recycling smarter Textilien. Im Projekt „ReSiST-AR – Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ entwickelt ein interdisziplinäres Team Konzepte für ein recyclinggerechtes Produktdesign sowie automatisierte Sortierprozesse.
Recyclingstrategien für smarte Textilien
Copyright: Hochschule Osnabrück
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Ziel ist es, textile Kreisläufe zu stärken und die Rückführung von Smart Textiles in regionale Recyclingstrukturen zu ermöglichen. Das Vorhaben ist auf zwei Jahre angelegt und wird mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen gefördert.

Smarte Textilien kommen in Bereichen wie Einsatzbekleidung, Sport und Mode zum Einsatz. Mit zunehmender Verbreitung wächst jedoch auch die Herausforderung ihrer Entsorgung. Konventionelle Sortierprozesse basieren häufig auf manueller Arbeit und internationalen Transportketten. Das Projekt untersucht daher, wie sich Sortierprozesse automatisieren und näher an den Entstehungsort verlagern lassen. Am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück werden hierfür robotikbasierte Systeme entwickelt, die in der Lage sind, smarte Kleidung in heterogenen Textilströmen zu identifizieren und gezielt auszusortieren.

Die automatisierte Erkennung gebrauchter Textilien stellt hohe Anforderungen an Sensorik und Datenverarbeitung. Textilien sind flexibel, verformbar und liegen in Sortieranlagen meist überlappend vor. Unterschiedliche Materialien, Farben und Oberflächenstrukturen erschweren die eindeutige Identifikation zusätzlich. Im Rahmen des Projekts werden daher multispektrale Kamerasysteme, 3D-Sensorik und algorithmische Verfahren kombiniert, um textile Materialien zu differenzieren und integrierte elektronische Komponenten zu erkennen. Auf dieser Grundlage sollen Robotersysteme entwickelt werden, die smarte Textilien auch unter variablen Bedingungen zuverlässig greifen und separieren können.

Parallel dazu analysiert ein Forschungsteam am Standort Osnabrück, wie sich elektronische Komponenten in Textilien so integrieren lassen, dass sie im Nutzungsprozess stabil funktionieren und am Ende des Produktlebenszyklus wieder demontierbar sind. Untersucht werden unterschiedliche Verfahren zur Einbringung von Sensorik und Elektronik, darunter textile Integrationstechniken wie Einnähen, Aufsticken oder thermische Fügeverfahren. Ziel ist die Entwicklung eines Leitfadens für Unternehmen, der Anforderungen an Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Recyclingfähigkeit smarter Textilien systematisch zusammenführt.

Das Projekt wird in Kooperation mit Industriepartnern umgesetzt. Beteiligt sind die Moduco GmbH aus Lingen, die Robotiksysteme für industrielle Anwendungen entwickelt, sowie die WKS Textilveredlungs-GmbH aus Wilsum, die im Bereich Sortierung, Aufbereitung und Reparatur von Textilien tätig ist. Die Zusammenarbeit dient der Überführung der Forschungsergebnisse in praxisnahe Anwendungen entlang der textilen Wertschöpfungskette.

Quelle: Hochschule Osnabrück
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