Alternative für Reisspelzenaschen
Reisspelzenaschen gelten in Stahlwerken als geeignete Abdeckmassen. Gründe sind ihr hoher Siliziumgehalt, ihre Dämmwirkung und ihre chemische Beständigkeit. Siliziplants soll siliziumreiche, regional verfügbare Pflanzenaschen identifizieren und metallurgisch erproben.
Das Projekt will damit nachhaltige Alternativen bewerten und neue stoffliche Nutzungspfade für Pflanzenreste erschließen.
Probenahme in Piemonte
Zum Projektstart beprobten das FEhS-Institut und der Projektpartner Minreco Böden und Wasser in der italienischen Reisanbauregion Piemonte. Die Untersuchungen sollen zeigen, wie verfügbar Silizium ist und wie Reispflanzen es aufnehmen.
Auf dieser Grundlage wollen die Partner vergleichbare Bodenbedingungen in Deutschland identifizieren. Zudem säten sie Rohrschwingel in Versuchsgefäßen aus. Die Biomasse wird gezielt mit Konverterkalk gedüngt und später für Schmelzversuche genutzt.
Weitere Versuche sind mit Schachtelhalm, Miscanthus und Dinkelspelzen geplant.
Schutz für Stahlschmelzen
Abdeckmassen übernehmen in der Metallurgie und beim Stahlguss mehrere Funktionen. Sie schützen die Schmelze vor Oxidation, verringern Wärmeverluste, nehmen Verunreinigungen auf, beruhigen die Oberfläche und verhindern ein vorzeitiges Erstarren.
Siliziplants läuft über zwei Jahre. Beteiligt sind die Abteilungen Düngemittel und Sekrohmet des FEhS-Instituts sowie Minreco. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt.







