Das Unternehmen setzt auf granulatbasierte 3D-Drucktechnologie im Bereich Large Format Additive Manufacturing, um großdimensionierte Bauteile aus faserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffen herzustellen. Zum Einsatz kommen glas- und kohlefaserverstärkte Polymere, die insbesondere bei strukturellen Anwendungen hohe Anforderungen an Festigkeit und Steifigkeit erfüllen.
Im Zuge von Entwicklungs- und Prototypingprozessen fallen regelmäßig Ausschussbauteile und Teststrukturen an. Diese Komponenten erreichen im großformatigen 3D-Druck teils erhebliche Abmessungen und Gewichte. Insbesondere im Maritime Application Center von CEAD entstehen bei der Fertigung von Bootssektionen Materialreste im Umfang von mehreren hundert Kilogramm. Eine konventionelle Entsorgung dieser faserverstärkten Thermoplaste ist sowohl logistisch als auch ökonomisch mit Nachteilen verbunden.
Zur internen Aufbereitung der Produktionsabfälle setzt CEAD auf den Weima WLK 4 Einwellen-Zerkleinerer. Die Maschine ist mit einem 10-Millimeter-Sieb ausgestattet und verarbeitet verstärkte thermoplastische Bauteile zu definierten Flakes mit einer Korngröße von rund 10 Millimetern. Auf diese Weise entsteht ein homogenes Mahlgut, das als Ausgangsstoff für weitere Verarbeitungsschritte geeignet ist. Die Zerkleinerung erfolgt direkt am Standort und ist in die bestehenden Materialflüsse integriert.
Das erzeugte Rezyklat dient als Zwischenprodukt für die weitere werkstoffliche Nutzung. In Kooperation mit niederländischen Forschungs- und Entwicklungspartnern untersucht CEAD die Regranulierung des zerkleinerten Materials. Ziel ist es, die Flakes erneut zu Pellets aufzubereiten und in pelletbasierten Extrusions-3D-Drucksystemen einzusetzen. Erste Versuche zeigen, dass sich kurzfaserverstärkte Verbundwerkstoffe in ein verarbeitbares Ausgangsmaterial überführen lassen. Dabei steht die Sicherstellung konstanter Materialeigenschaften und Prozessstabilität im Fokus.







