Reaktionen auf Ankündigung des Bundeskartellamtes

Das Bundeskartellamt hat angekündigt, den Kauf von DSD durch Remondis nicht genehmigen zu wollen. In ersten Reaktionen stößt die Ankündigung auf Zustimmung.
Andreas Morlok, pixelio.de

„Die Bekanntgabe der ersten Ermittlungsergebnisse des Bundeskartellamtes bestätigen die Sorgen der mittelständischen Recycling- und Entsorgungsunternehmen. Wenn das mit großem Abstand größte Entsorgungsunternehmen das größte duale System übernimmt, wird das erhebliche Marktauswirkungen haben. Die Marktmacht ist im Falle von Remondis einzigartig und erdrückend. Von daher ist auch unsere Einschätzung, dass es im Falle einer Übernahme zu erheblichen Wettbewerbsbehinderungen kommen würde, ganz offensichtlich zutreffend. Der bvse hat nun als Beigeladener die Möglichkeit zu einer Stellungnahme, die wir natürlich nutzen werden“, erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Auch der VKU begrüßt die Entscheidung. „Die beabsichtigte Untersagung bestätigt unsere gravierenden Bedenken. Wir sind sehr erfreut, dass die obersten Kartellwächter der Republik eine so klare Weichenstellung ankündigen. Die beabsichtigte Fusion würde den Wettbewerb in der Abfallwirtschaft massiv beeinträchtigen und höhere Preise für Bürgerinnen und Bürger wären die wahrscheinliche Folge. Wir gehen davon aus, dass die beteiligten Unternehmen die erheblichen Bedenken auch nicht werden ausräumen können. Die Konzentration auf dem Entsorgungsmarkt sehen wir schon seit geraumer Zeit kritisch. In den vergangenen Jahren hat Remondis viele kleine und mittelständische Entsorger aufgekauft. Der Wettbewerb ist in einigen Regionen zum Erliegen gekommen. Die Folge: eine Marktkonzentration, die sowohl die Branche als auch mittelbar Bürgerinnen und Bürger belastet. Die kommunale Abfallwirtschaft dagegen steht für unternehmerische Vielfalt. Die meisten Betriebe sind klein- und mittelständisch organisiert“, so VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp.

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