Damit wuchs dieses Segment deutlich stärker als die Patentaktivität zur Herstellung wiederaufladbarer Batterien insgesamt. Diese lag im gleichen Zeitraum bei 16 Prozent. Über alle Technologiefelder hinweg betrug das Wachstum zwei Prozent.
Asien dominiert die Patentaktivität
Asien prägte 2023 die Batterie-Kreislaufwirtschaft. Auf Anmelder aus der Region entfielen 63 Prozent der internationalen Patentfamilien. Japanische und koreanische Unternehmen dominierten das Feld bis 2019. Danach gewann China deutlich an Bedeutung. Der chinesische Anteil stieg von fünf Prozent im Jahr 2013 auf 29 Prozent im Jahr 2023.
Europa fokussiert Rohstoffrückgewinnung
Europäische Unternehmen und Forschungseinrichtungen kamen auf rund 20 Prozent der internationalen Patentfamilien. Ihre Schwerpunkte liegen vor allem bei Sammlung, chemischer Umwandlung und Rückgewinnung von Rohstoffen aus Altbatterien.
Diese Ausrichtung entspricht der aktuellen Rolle Europas als großer Batterieverbraucher. Besonders relevant sind Verfahren zur Fernüberwachung, zur Isolierung und Immobilisierung sowie zur hydrometallurgischen Extraktion nach pyrolytischer Vorbehandlung.
Deutschland mit aktiven Anmeldern
Deutschland nimmt innerhalb Europas eine wichtige Rolle ein. BASF, Duesenfeld und Robert Bosch gehören zu den aktivsten Patentanmeldern aus den Mitgliedstaaten des Europäischen Patentübereinkommens im Bereich Batterie-Kreislaufwirtschaft.
Die Entwicklung wird durch den wachsenden Bestand an Elektrofahrzeugen verstärkt. Weltweit könnten 2030 rund 1,2 Millionen Batterien aus Elektrofahrzeugen das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Für 2040 wird mit etwa 14 Millionen Altbatterien gerechnet.
Neue Datenangebote des Patentamts
Das Europäische Patentamt erweiterte seine Plattform für saubere Energien um einen Bereich zur Batterie-Kreislaufwirtschaft. Zudem enthält der Deep Tech Finder nun Profile von knapp 60 europäischen Start-ups und Universitäten, die seit 2006 Patentschutz in diesem Feld beantragt haben.
Auch das Data Desk des EPA-Observatoriums wurde ergänzt. Es bereitet Patentdaten zu Energiespeichertechnologien auf und soll künftig weitere Schlüsseltechnologien abdecken.







