Positive Bilanz zum Aktionsplan Kreislaufwirtschaft

In allen Lebensphasen eines Produkts soll in der EU mehr recycelt und mehr wiederverwendet werden. Mit diesem Ziel hatte die Kommission im Jahr 2015 Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vorgelegt, der nach einem aktuellen Bericht gut voran kommt.

Alle 54 Aktionen des Plans, wie etwa die die EU-Strategie für Kunststoffe oder neue Zielvorgaben für das Recyceln und Deponieren von Abfällen, seien bereits angelaufen oder abgeschlossen. „Der Umbau unserer Wirtschaft ist im Gange. Die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft haben Eingang in die Produktion, den Konsum, die Wasserbewirtschaftung, die Ernährungswirtschaft und die Bewirtschaftung von bestimmten Abfallströmen und insbesondere Kunststoffen gefunden“, so der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans.

Timmermans erklärte weiter: „Dieser Bericht zeigt auf, dass die Kommission unsere Strategie für die Kreislaufwirtschaft in die Tat umsetzt. Aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass Europa seine wertvollen Ressourcen bewahrt und den darin enthaltenen wirtschaftlichen Wert in vollem Umfang ausschöpft.“

Jyrki Katainen, für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständiger Vizepräsident der Europäischen Kommission, ergänzte: „Dieser Bericht ist sehr ermutigend. Er zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, indem wir Investitionen anstoßen und Arbeitsplätze schaffen, und dass in Zukunft ein riesiges Potenzial für nachhaltiges Wachstum besteht. Europa ist wirklich die beste Region, um ein umweltfreundliches Unternehmen aufzubauen. Der Erfolg ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von europäischen Interessen- und Entscheidungsträgern.“

In dem Bericht werden die wichtigsten Ergebnisse der Umsetzung des Aktionsplans und die anstehenden Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimaneutralen, wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft beschrieben, in der die Belastung der natürlichen Ressourcen, der Süßwasserbestände und der Ökosysteme auf ein Minimum reduziert sind.

Dem Bericht zufolge habe die Durchführung des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft bewirkt, dass der Übergang zur Kreislaufwirtschaft in Europa schneller vorankommt; dies wiederum habe zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU beigetragen. Im Jahr 2016 seien in für die Kreislaufwirtschaft relevanten Sektoren mehr als vier Millionen Arbeitnehmer beschäftigt gewesen, was einem Anstieg um 6 Prozent gegenüber 2012 entspreche.

Die Kreislaufwirtschaft habe auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet, zu neuen Geschäftsmodellen geführt und neue Märkte innerhalb und außerhalb der EU erschlossen. Durch kreislaufwirtschaftliche Tätigkeiten wie Reparaturen, Wiederverwendung oder Recycling seien im Jahr 2016 fast 147 Mrd. Euro an Wertschöpfung generiert und Investitionen im Umfang von rund 17,5 Mrd. Euro getätigt worden.

Damit der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft schneller vorankommt, sei es unerlässlich, in Innovationen zu investieren und die industrielle Basis in Europa bei der Anpassung zu unterstützen. Im Zeitraum 2016-2020 habe die Kommission ihre Bemühungen in beide Richtungen verstärkt und für die Umstellung öffentliche Mittel von insgesamt mehr als 10 Mrd. Euro bereitgestellt.

Die Kreislaufwirtschaft sei heute ein unumkehrbarer, globaler Megatrend. Sowohl auf EU-Ebene als auch weltweit bestehe jedoch weiterhin großer Handlungsbedarf, damit der Kreislauf vollständig geschlossen wird und die Wettbewerbsvorteile genutzt werden können, die die Kreislaufwirtschaft den Unternehmen in der EU bietet. Außerdem müssen die Arbeiten zu einigen Themen (Chemikalien, nichttoxische Umwelt, Umweltkennzeichnung und Ökoinnovation, kritische Rohstoffe und Düngemittel) beschleunigt werden, wenn die EU den vollen Nutzen aus dem Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ziehen will.

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