Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg vergeben

Am 13. Juli hat Umweltminister Franz Untersteller die Gewinner des diesjährigen Umwelttechnikpreises bekannt gegeben. In der Kategorie „Materialeffizienz“ ging der erste Preis an OBE Ohnmacht & Baumgaertner GmbH & Co. KG für die Herstellung recycelter Hochleistungsmagnete.
Umweltminister Franz Untersteller hat vergangenen Donnerstag bei einer feierlichen Veranstaltung in der Schwabenlandhalle in Fellbach die Gewinner des Umwelttechnikpreises des Landes Baden-Württemberg 2017 geehrt. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vergeben. Er zeichnet innovative, neuartige Technologien aus, die einen Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten.
Der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Preis wurde in vier Kategorien verliehen, dazu gab einen Sonderpreis der Jury. 80 Unternehmen aus dem Land bewarben sich dieses Jahr mit ihren Produkten und Verfahren; 24 von ihnen schafften es in die engere Auswahl der Nominierten.
Die GewinnerDie OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG, Ispringen, erhält den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg in der Kategorie Materialeffizienz für ihren SDS-Prozess zur Herstellung von recycelten Hochleistungsmagneten. Erste Serienanwendungen des SDS-Verfahrens befinden sich in der Projektierungsphase, bis Ende 2017 soll es Marktreife erlangen.

In der Kategorie Energieeffizienz ging der Umwelttechnikpreis an die Consolar Solare Energiesysteme GmbH aus Lörrach für ihre photovoltaisch-thermische Versorgungseinheit Solink, mit der sich Strom und Wärme gewinnen lassen. Die Markteinführung ist für 2018 geplant.

In der Kategorie Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Industrie 4.0 wurde die Green German Reengineering GmbH aus Heidelberg für Decon green DiMess2 ausgezeichnet. Das System vereint erstmals Technologien zur radiologischen Dekontamination von Betonwänden sowie zur Messung, Auswertung und Bewertung der Freigabefähigkeit. Die Markteinführung ist noch für dieses Jahr geplant.

Der Umwelttechnikpreis in der Kategorie Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung wurde an die Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG aus Kirchheim unter Teck für den HydronPlus 1.5 verliehen, der Nass- und Trochenabscheidung kombiniert. Dabei spart das Gerät Stäube, Aerosole, flüssige, ölige Partikel oder auch eine Kombination daraus so effizient, dass die Luft anschließend wieder in den Raum zurückgeführt werden kann. Die Markteinführung ist noch in diesem Jahr geplant.

Die Herrenknecht AG, Schwanau, erhielt den Sonderpreis der Jury für ihr grabenloses Erdkabel-Verlegeverfahren mit dem Microtunnel-Bohrverfahren E-Power Pipe. Das Verfahren schafft ohne offene Gräben Verlegedistanzen von bis zu 1,5 Kilometer auf einer geraden Strecke. Die Markteinführung ist noch für diesen Sommer geplant.

Weitere Informationen sind auf der Website des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg abrufbar.

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