In den letzten 34 Jahren wurde die Reduzierung der EU-Treibhausgasemissionen durch die Ausweitung erneuerbarer Energien, den Wandel zu weniger kohlenstoffintensiven Brennstoffen, Verbesserungen der Energieeffizienz und strukturelle wirtschaftliche Veränderungen vorangetrieben. Die meisten Mitgliedstaaten trugen zum allgemeinen Rückgang bei.
Sektorale Entwicklungen
Die größten absoluten Reduktionen wurden bei Strom- und Wärmeproduktion, Fertigung und Bauwesen, Wohnverbrennung sowie Eisen und Stahl, einschließlich energiebedingter Emissionen, verzeichnet. Im Gegensatz dazu stiegen die Emissionen des Straßenverkehrs sowohl im Personen- als auch im Güterverkehrssegment, da die steigende Nachfrage im Verkehr Effizienzsteigerungen und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen ausgleichte.
Die Emissionen von Fluorkohlenwasserstoffen aus Kühlung und Klimaanlagen stiegen zwischen 1990 und 2014, sind aber im letzten Jahrzehnt zurückgegangen. Dieser Trend steht im Zusammenhang mit den stufenweise reduzierten und auslaufenden Maßnahmen der EU für fluorierte Gase. Gleichzeitig sind die Netto-Kohlenstoffabnahmen aus Wäldern zurückgegangen, hauptsächlich aufgrund alternder Waldbestände, erhöhter Ernte und klimabedingter Auswirkungen.
Energiesektor als Haupttreiber
Der Energiesektor bleibt der Haupttreiber der Emissionsreduktion. Strom- und Wärmeerzeugung sowie der Energieverbrauch im Wohn- und Industriebereich waren für die größten Rückgänge verantwortlich.
Die Emissionen aus Strom- und Wärmeerzeugung gingen im Vergleich zu 1990 um 58 % zurück. Diese Entwicklung spiegelt Effizienzsteigerungen und eine Verschiebung des Kraftstoffmixes wider. Der Einsatz von Fest- und Flüssigbrennstoffen in der thermischen Stromerzeugung ging um 68 % bzw. 86 % zurück, während der Erdgasverbrauch zunahm. Trotzdem sind die Gasemissionen in den letzten Jahren zurückgegangen. Der Kohleverbrauch war 1990 mehr als dreimal so hoch wie 2024.
Der Anteil erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeerzeugung ist gestiegen, was zu einer geringeren CO2-Intensität beiträgt. Im Wohnbereich haben verbesserte Gebäudedämmung, höhere Energieeffizienz und mildere Winter die Nachfrage nach Raumheizung verringert.
Politischen Rahmen
EU- und nationale Politiken haben eine zentrale Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen der EU gespielt. Seit den 1990er Jahren eingeführte Maßnahmen im Bereich Landwirtschaft und Umweltschutz sowie ab 2005 umgesetzte Klima- und Energiepolitiken haben diesen Trend unterstützt. Wichtige Instrumente sind das EU-Emissionshandelssystem und nationale Politiken, die Sektoren außerhalb seines Anwendungsbereichs ansprechen.







