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Werner & Mertz lehnt Plastikabgabe ab

Der Mainzer Konsumgüterhersteller Werner & Mertz kritisiert den Kabinettsbeschluss zur geplanten Plastikabgabe als kontraproduktiv für die Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen fordert stattdessen eine Ökomodulation, die Anreize für den Einsatz von Recyclingmaterial schafft.
Porträtfoto von Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz, in Hemd und Sakko vor neutralem Hintergrund.
Werner-&-Mertz-Inhaber Reinhard Schneider fordert eine Ökomodulation im Rahmen von § 26 des VerpackDG. (Quelle: Werner & Mertz/Dominik Butzmann)
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Der Mainzer Konsumgüterhersteller Werner & Mertz lehnt die von der Bundesregierung geplante Plastikabgabe ab. Das Unternehmen kritisiert, dass der Kabinettsbeschluss zwar rund 1,4 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt einbringen solle, dabei aber nicht zwischen Verpackungen aus Neumaterial und solchen aus recyceltem Kunststoff unterscheide.

Nach Einschätzung von Werner & Mertz fehlen den Inverkehrbringern dadurch weiterhin finanzielle Anreize, Rezyklate einzusetzen. Im Gegenteil: Die zusätzliche Kostenbelastung könne die ohnehin unter Druck stehende deutsche Recyclingbranche weiter schwächen und Investitionen in Recyclinganlagen zum Erliegen bringen.

Als Alternative schlägt das Unternehmen eine Ökomodulation im Rahmen von § 26 des Verpackungsgesetzes vor: Alle Inverkehrbringer von Kunststoffverpackungen würden ein moderat erhöhtes Lizenzentgelt zahlen; wer Verpackungen aus Rezyklat in Umlauf bringt, könne einen Erstattungsbetrag beantragen, der über dem eingezahlten Betrag liegt. So solle ein gezielter Anreiz für hochwertiges Recycling entstehen.

„Die deutsche Plastikabgabe wäre in ihrer derzeit vorgeschlagenen Ausgestaltung nicht hilfreich“, sagt Unternehmensinhaber Reinhard Schneider. „Wir fordern stattdessen eine Ökomodulation, die eine Lenkungswirkung aufweist und den Klimaschutz sowie die deutsche Rohstoffresilienz unterstützt.“

Quelle: Werner & Mertz
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