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Neuer Ansatz für Recycling von Mischgeweben

Polyester-Baumwollmischgewebe sind ein zentraler Bestandteil von Schutz-, Berufs- und Sportbekleidung. Aufgrund ihrer Materialkombination stellen sie jedoch eine Herausforderung für das Recycling dar. Mechanische Verfahren führen häufig zu Qualitätsverlusten, während chemische Prozesse oft nur einzelne Bestandteile des Materials zurückgewinnen.
Recycling von Mischgeweben
Copyright: Erstellt mit ChatGPT
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Das Forschungsprojekt „TheKey“, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, untersucht Verfahren für das Recycling von Mischgeweben. Im Projekt wurde nun ein erster Meilenstein erreicht. Unter industrienahen Bedingungen konnten aus polyesterhaltigen Textilabfällen die Monomere Terephthalsäure und Ethylenglykol zurückgewonnen werden. Die gewonnenen Ausgangsstoffe erfüllen gängige Industrienormen und können für die Herstellung von neuem Polyester eingesetzt werden.

Rückgewinnung von Polyester-Monomeren

Die Rückgewinnung der Polyester-Bausteine basiert auf einem im Projekt weiterentwickelten Verfahren zur chemischen Aufbereitung von Textilabfällen. Ziel ist es, aus gebrauchten Textilien erneut Ausgangsstoffe für die Herstellung von PET-Fasern zu gewinnen.

Im aktuellen Projektstadium liegt der Fokus auf der Stabilität und Reproduzierbarkeit des Prozesses sowie auf der Steigerung der Ausbeute der zurückgewonnenen Stoffe. In den nächsten Projektphasen soll das Verfahren von diskontinuierlichen Versuchen auf eine kontinuierliche Prozessführung übertragen werden.

Baumwollanteile im Materialgemisch

Neben Polyester untersucht das Projekt auch die stoffliche Nutzung der Baumwollanteile im Mischgewebe. Die Abtrennung der Cellulose ist bereits möglich, erreicht jedoch bislang nicht die Qualitätsanforderungen für eine direkte Rückführung in bestehende Baumwoll-Recyclingströme.

Im weiteren Projektverlauf soll daher ein Verfahren entwickelt werden, mit dem die Cellulose in einer Qualität gewonnen werden kann, die für hochwertige Anwendungen geeignet ist. Perspektivisch wird eine Nutzung der Cellulose beispielsweise im Lyocell-Verfahren angestrebt.

Die getrennte Rückgewinnung synthetischer und natürlicher Fasern gilt als zentrale Voraussetzung für ein funktionierendes Recycling von Mischgeweben, das bislang in der Textilwirtschaft nur eingeschränkt möglich ist.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Am Forschungsprojekt „TheKey“ sind acht Partner aus Industrie und Wissenschaft beteiligt. Die Zusammenarbeit umfasst Kompetenzen aus chemischer Verfahrenstechnik, Textiltechnologie, Materialwissenschaften sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.

Zu den Projektpartnern zählen Mewa Textil-Service, JAKO AG, matterr, das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein, das Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig, das ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, Klopman sowie Hero-Textil.

Perspektiven für die Kreislaufwirtschaft

Bis zum Projektabschluss sollen Verfahren entwickelt werden, die eine Kreislaufführung der Materialströme ermöglichen. Ziel ist es, aus den zurückgewonnenen Polyester-Monomeren PET-Fasern mit Eigenschaften vergleichbar zu Primärfasern herzustellen. Parallel dazu soll die aus Baumwolle gewonnene Cellulose zu Fasermassen aufbereitet werden, die als Ausgangsstoff für neue Textilfasern dienen können.

Die weiteren Projektarbeiten konzentrieren sich auf die Skalierung des Verfahrens, die Qualitätssicherung der recycelten Materialien sowie die Entwicklung industriell anwendbarer Produktionsprozesse. Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Zirkuläre Textilien“ gefördert.

Quelle: MEWA
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