Zertifizierte Betriebe prüfen den Zustand der Reifen und führen sie geeigneten Verwertungswegen zu. Dadurch wird verhindert, dass Altreifen unsachgemäß gelagert oder illegal abgelagert werden. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies Rechtssicherheit und eine dokumentierte Entsorgung.
Sofern technisch geeignet, können insbesondere großvolumige Ackerschlepperreifen runderneuert werden. Dabei wird der Laufstreifen ersetzt und die Karkasse weiter genutzt. Dies reduziert den Material- und Energieeinsatz gegenüber der Neureifenherstellung deutlich und kann die CO₂-Emissionen im Einzelfall um bis zu etwa 50 Prozent senken.
Nicht runderneuerungsfähige Reifen werden dem mechanischen Recycling zugeführt. Gummi- und Stahlbestandteile werden als Sekundärrohstoffe etwa im Straßenbau oder in technischen Gummiprodukten eingesetzt. Stark verschmutzte Reifen aus der Silage-Beschwerung sind häufig nur noch energetisch verwertbar. Eine frühzeitige fachgerechte Entsorgung erhöht die Chancen auf eine hochwertige stoffliche Verwertung.
Illegale Ablagerungen von Altreifen können mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden. Die Entsorgung über zertifizierte Fachbetriebe sichert daher nicht nur die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, sondern unterstützt auch Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft.







