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Erster CO2-neutraler Schrottplatz

Am Standort Mannheim treibt das Unternehmen Schrott Wetzel seine Strategie zur klimaneutralen Ausrichtung konsequent voran. Der Standort ist der größte im Unternehmensverbund und wird nach Unternehmensangaben CO₂-neutral betrieben.
Erster CO2-neutraler Schrottplatz
Der EQ-Balancer bei Schrott Wetzel hat eine Ausrüstungslänge von 32 Metern und verbraucht lediglich 75-80 kWh. Copyright: Sebastian Mißler
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Eine zentrale Rolle spielt dabei der elektrisch betriebene Umschlagbagger Sennebogen EQ-Balancer, der seit Mai 2023 im Einsatz ist.

Schrott Wetzel ist seit den 1950er-Jahren in der Aufbereitung von Metallschrott tätig. Das Unternehmen betreibt mehrere Standorte in Deutschland und der Schweiz, die jeweils über eine trimodale Anbindung an Straße, Schiene und Wasser verfügen. Von dort aus wird der aufbereitete Schrott unter anderem in die Türkei sowie in weitere internationale Absatzmärkte zur Stahlproduktion geliefert. Der Standort Mannheim gilt aufgrund der direkten Anbindung an den Rhein als logistisch besonders relevant und wurde gezielt für eine emissionsarme Betriebsweise ausgebaut.

Ein wesentlicher Baustein der Energieversorgung ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,4 Megawatt. Sie deckt rund 80 Prozent des Strombedarfs am Standort. Der verbleibende Bedarf wird durch zertifizierten Ökostrom gedeckt. Damit erfolgt der gesamte Betrieb nach Unternehmensangaben ohne direkte CO₂-Emissionen. Der elektrisch betriebene EQ-Balancer ist in dieses Energiekonzept integriert.

Der EQ-Balancer ergänzt seit Mai 2023 die bestehende Umschlagtechnik am Standort, zu der mehrere elektrische und dieselbetriebene Umschlagbagger gehören. Nach rund zwei Jahren Einsatzzeit hat die Maschine etwa 4.700 Betriebsstunden erreicht. Die technische Verfügbarkeit wird durch den regionalen Service- und Vertriebspartner Schlüter Baumaschinen sichergestellt.

Als stationäre Maschine übernimmt der EQ-Balancer das Beladen von Waggons, die Beschickung der Schrottschere sowie den Umschlag angelieferter Materialien. Zuvor waren für diese Aufgaben zwei separate Maschinen erforderlich. Mit einer Reichweite von 32 Metern ermöglicht der Umschlagbagger zudem eine dichtere und höhere Lagerung des Schrotts auf dem begrenzten Betriebsgelände und trägt damit zur Flächeneffizienz bei.

Konstruktiv basiert der EQ-Balancer auf einem mechanischen Ausgleichssystem, bei dem ein direkt gekoppeltes Gegengewicht im Heck die Arbeitsbewegungen der Maschine ausbalanciert. Dadurch reduziert sich der Energiebedarf für den Antrieb. Im praktischen Einsatz liegt der Stromverbrauch trotz der großen Reichweite und der anspruchsvollen Umschlagaufgaben bei rund 75 Kilowattstunden pro Stunde.

Quelle: Sebastian Mißler, Sennebogen
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