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Großbrand Karlsruhe: Risiken bei Altreifenlagerung

Der Großbrand eines Reifenlagers im Karlsruher Stadtteil Nordstadt weist erneut auf die Gefahren hin, die von unsachgemäß gelagerten Altreifen ausgehen. In der Nacht zum Samstag gerieten auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern größere Mengen Altreifen in Brand.
Großbrand Karlsruhe: Risiken bei Altreifenlagerung
Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Copyright: Einsatz-Report24
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Nach Angaben der Einsatzleitung waren 68 Kräfte über mehrere Stunden im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Polizei prüft den Verdacht auf Brandstiftung.

Aus Sicht der Initiative ZARE zeigt der Vorfall die Bedeutung verbindlicher Standards für Lagerung, Transport und Entsorgung von Altreifen. Altreifen gelten als brandintensive Abfallart, deren Brände sich häufig nur unter hohem Aufwand eindämmen lassen. Hinzu kommen Rauchentwicklung und potenzielle Schadstofffreisetzungen, die zusätzliche Anforderungen an den Schutz von Umwelt und Gesundheit stellen. Strukturierte Entsorgungswege und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben können das Risiko entsprechender Ereignisse reduzieren.

Zertifizierte Entsorger müssen Vorgaben zu Brandschutz, Lagerkonzepten und Umweltauflagen erfüllen. Dazu zählen unter anderem definierte Lagerflächen, begrenzte Lagerzeiten, regelmäßige Kontrollen sowie eine zeitnahe stoffliche oder energetische Verwertung der Altreifen. Werden Altreifen über längere Zeit ohne geeignete Sicherungsmaßnahmen gelagert, steigt das Brandrisiko deutlich, unabhängig davon, ob die Ursache fahrlässig oder vorsätzlich ist.

ZARE setzt sich bundesweit für eine transparente und rechtssichere Altreifenentsorgung ein. Ziel ist es, Kommunen, Unternehmen und Entsorger stärker zu vernetzen und geprüfte Prozesse in der Altreifenverwertung zu etablieren, um Sicherheits- und Umweltrisiken zu reduzieren. Der Brand in Karlsruhe verdeutlicht nach Einschätzung der Initiative, wie wichtig klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Entsorgungswege insbesondere bei größeren Mengen Altreifen sind.

Reifenhändler und Kfz-Werkstätten sollten bei der Entsorgung von Altreifen auf die Zusammenarbeit mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben achten und entsprechende Nachweise einfordern, etwa das Entsorgungsfachbetriebszertifikat (EfB). Zudem empfiehlt sich eine nachvollziehbare Dokumentation des weiteren Verwertungswegs. In Schadensfällen kann andernfalls auch der Abfallerzeuger in die Verantwortung genommen werden.

Betreiber öffentlicher und privater Lagerflächen sind gefordert, Altreifen ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe erfassen und verwerten zu lassen. Damit lassen sich Anforderungen an Brand- und Umweltschutz sowie die Einhaltung abfallrechtlicher Vorgaben besser absichern.

Quelle: Zare
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