Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Ergebnisse der Batteriesammlung für das Jahr 2025: Laut eigenen Berechnungen auf Basis aktueller Mengenmeldungen der Batteriesammelsysteme wurden lediglich 56 Prozent der ausgedienten Gerätebatterien ordnungsgemäß erfasst. Bei Lithium-Ionen-Akkus lag die Sammelquote sogar bei nur 25 Prozent.
Falsch entsorgte Batterien – etwa im Hausmüll oder in der Restmülltonne – gehen dem Recycling verloren, setzen Schadstoffe frei und können Brände verursachen. Ab 2027 schreibt die EU eine Sammelquote von 63 Prozent für Gerätebatterien vor, die mit den aktuellen Werten nicht erreichbar erscheint.
Die DUH fordert von Bundesumweltminister Carsten Schneider Nachbesserungen im Batterierecht-Durchführungsgesetz. Konkret verlangt die Organisation einen sogenannten Lastenausgleich: Sammelsysteme, die mehr Batterien als gesetzlich vorgeschrieben erfassen, sollen ihre Mehrkosten auf andere Systeme umlegen können. So sollen wirtschaftliche Fehlanreize beseitigt werden. Darüber hinaus spricht sich die DUH für ein EU-weites Pfandsystem auf Lithium-Ionen-Batterien aus und fordert, Hersteller stärker zur Verbraucheraufklärung zu verpflichten.







