Im Zuge der Neuerschließung des Areals durch den Einzelhandel werden die früheren Produktionsanlagen vollständig entfernt. Das Abbruchvolumen umfasst rund 250 000 Kubikmeter umbauten Raum und stellt hohe Anforderungen an Technik, Logistik und Ablaufplanung.
Mit dem Rückbau ist Hafner Baumgartl beauftragt, das für die Arbeiten einen umfangreichen Maschinenpark einsetzt. Mehrere Cat-Kettenbagger der 30- bis 40-Tonnen-Klasse kommen parallel zum Einsatz, ergänzt durch einen groß dimensionierten Pulverisierer. Der kürzlich integrierte Cat-40-Tonnen-Bagger mit geradem Ausleger ermöglicht Reichweiten von bis zu 14 Metern und eignet sich insbesondere für den kontrollierten Abbruch höherer Bauwerksstrukturen ohne zusätzliche Gelenke. Damit lassen sich auch künftige Projekte dieser Größenordnung abbilden.
Im Vergleich zu innerstädtischen Rückbauvorhaben bietet das weitläufige Areal ausreichend Bewegungsfläche für schwere Maschinen. Die baulichen Gegebenheiten stellen dennoch besondere Herausforderungen dar. Dazu zählen stillgelegte Gleisanlagen, ehemalige Kranbahnen, stark bewehrte Fundamente sowie massive Bodenplatten. Die eingesetzte Abbruchtechnik ist auf diese Bedingungen ausgelegt. Zusätzliche Schutzkomponenten an Ausleger, Zylindern und Fahrwerk reduzieren den Verschleiß im harten Einsatz. Ergänzend wurden Service- und Versicherungsleistungen vereinbart, um die Einsatzbereitschaft der Maschinen abzusichern.
Für den innerbetrieblichen Materialfluss sorgt ein Cat-Radlader, der die mobile Brechanlage kontinuierlich mit Betonabbruch versorgt. Die Aufbereitung erfolgt direkt auf der Baustelle. Das gewonnene Recyclingmaterial wird anschließend zur Auffüllung des Geländes sowie als Unterbau für Straßen- und Hochbaumaßnahmen genutzt. Auf diese Weise verbleiben mineralische Stoffströme im Projektkreislauf und werden als zertifizierte Ersatzbaustoffe wiederverwendet. Der zunehmende regulatorische Aufwand im Zusammenhang mit neuen Verordnungen führt dabei zu zusätzlichen administrativen Anforderungen im Betriebsalltag.
Der Auftrag hat für das Unternehmen eine besondere Bedeutung, da sich Baustelle und Firmensitz in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Gleichzeitig handelt es sich um eines der größten Projekte der Unternehmensgeschichte. Lediglich ein früherer Rückbau eines Bahnschwellenwerks mit Hochregallager wies ein noch höheres Abbruchvolumen auf.
Der heutige Unternehmensstandort in Königsbrunn wurde vor wenigen Jahren bezogen, nachdem sich die Suche nach geeigneten Flächen im Raum Augsburg als schwierig erwiesen hatte. Der familiengeführte Betrieb konzentriert sich inzwischen auf Abbruch und Recycling und beschäftigt rund 17 Mitarbeitende. Die Arbeiten werden von erfahrenen Maschinisten durchgeführt, die Abläufe vor jedem Projekt gemeinsam abstimmen. Diese strukturierte Vorgehensweise spiegelt sich auch im Zustand des Maschinenparks wider, der selbst nach hohen Betriebsstunden im schweren Abbruch einen gepflegten Eindruck aufweist.







