Kiesel Multi Carrier bewähren sich im Abbruch

Die Firma Klose hat einen Kiesel Multi Carrier KMC400 im Einsatz für den Abbruch alter Ziegelgebäude in Lahr im Schwarzwald.
Der KMC400 auf der Abbruchbaustelle (Foto: Kiesel GmbH)

Der neue Kiesel Multi Carrier KMC400 der Firma A.Klose GmbH & Co.KG aus dem badischen Willstätt war über drei Wochen mit verschiedenen Anbaugeräten damit beschäftigt, rund 14.000 Kubikmeter umbauten Raum zurückzubauen und zu sortieren. Viele Bauten aus den 1950er und 1960er Jahren erweisen sich derzeit, so Kiesel, als nicht mehr sanierungsfähig und müssen daher abgebrochen werden. Darunter auch viele ehemaligen Kasernen und Militärwohnungen, die aus der Besatzungszeit in der ehemaligen französischen Besatzungszone noch vorhanden sind.

Da die bisherige Maschinenflotte dem Volumen und auch der Höhe der abzubrechenden Gebäude nicht mehr gewachsen war, suchten die Unternehmer eine größere passende Maschine für diese Aufgabe. Bis zum Herbst 2016 war der Hitachi ZX280 die größte Maschine des Unternehmens. Um sich zukunftsfähig und breiter aufstellen zu können, wurde eine weitere, deutlich leistungsstärkere Maschine notwendig, schildert die Kiesel Technologie & Entwicklung GmbH (KTEG), die die Firma Klose als Kunden betreut.

Mit im Paket des KMC400-6 sind zwei Ausrüstungen enthalten, ein Erdbauausleger sowie eine High-Reach-Ausrüstung, die sowohl mit Abbruchschere als auch mit Sortiergreifer genutzt werden kann, heißt es weiter. Der Kiesel Multi Carrier habe einen verstellbaren Unterwagen, der in Arbeitsstellung eine hohe Standsicherheit gewährleistet. Die High-Reach-Ausrüstung hat Herstellerangeaben zufolge eine Reichhöhe bis zu 21 Metern, sodass Abbrüche in großer Höhe wie dem fünften und sechsten Stockwerk kein Problem sind. Durch den dritten Zylinder des Kiesel-Tritec-Systems kann eine Extraportion Power abgerufen werden, welche die Hubkraft um bis zu 50 Prozent erhöht.

Gute Erfahrungen der ersten Wochen

Der Wechsel der Ausleger soll innerhalb von wenigen Minuten erfolgen und auf der Baustelle damit eine zweite Maschine einsparen. Ebenso ist die Maschine bereits mit Vorrichtungen für den Gittermastkran, wie Sensorik und Anzeige ausgestattet. So kann jederzeit der Kranausleger dazugenommen werden, wenn dies Sonderprojekte erfordern, versichert der Hersteller.

Die ersten Wochen setzte Klose die Maschine mit dem Erdbauausleger zu Recyclingarbeiten auf dem eigenen Betriebshof ein, bevor sie zur Abbruchbaustelle in Lahr im Schwarzwald kam. Als einen besonderen Benefit wurde die High-Reach-Ausrüstung wahrgenommen, mit der das relativ weit entfernte Anbaugerät feinfühlig zu bedienen sei. Durch die kippbare Kabine sei weiterhin ein entspanntes Arbeiten möglich, da der Blick auf das Arbeitsfeld so komfortabel gewährleistet ist. Besonders lobt Klose auch den schnellen Auslegerwechsel auf der Baustelle: „Dadurch brauchen wir auf der Baustelle eine Maschine weniger“, erklärt er.

Der Maschinenführer der Firma Klose, Markus Eberhardt, wurde von Kiesel-Anwendungsspezialist Harald Kowatsch eingarbeitet und schildert seine Erfahrungen mit der neuen Maschine wie folgt: „Mit der Maschine arbeitet es sich sehr gut, sie ist einfach bedienbar, man kommt nach kurzer Einweisung klar. Mit den Schnellwechseleinrichtungen kann ich den ganzen Ausleger oder auch die Anbaugeräte in Minutenschnelle wechseln. Richtig gut ist die kippbare Kabine, so muss man nicht mehr unter dem Abbruchgitter durchschauen, sondern hat direkt aus der Kabine einen guten Blick auf das Arbeitsfeld, ohne den Hals verrenken zu müssen.“

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