Ressourceneffizienz bei energetischer Sanierung in Wülfrath

An der Mettmanner Straße 102 bis 110 wird gerade eine energetische Sanierung im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG Wülfrath GmbH durchgeführt. 20 Wohnungen werden energetisch fit gemacht. Dabei werden die knapp 180 ausgebauten alten Fenster aus PVC wieder recycelt.
lichtkunst.73, pixelio.de
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Das Projekt beinhaltet eine Fassadendämmung und nicht den Einbau des Kunststofffenstersystems Thermo 6 von Schüco. Die alten Fenster hatten seit den 1970er Jahren an der Mettmanner Straße gute Dienste geleistet. Nun werden sie recycelt. Das hieraus wieder gewonnene Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff wieder für die Herstellung von neuen Fenster- und Bauprofilen.

Ein Verfahren, das die GWG und die Fensterbauer von Brandenstein voll überzeugt hat: „Angesichts drohender Ressourcenknappheit ist für uns das Recycling selbstverständlich“, so Martin Maurer von der technischen Hausverwaltung der GWG. Carsten Puley, Geschäftsführer von Brandenstein, ergänzt für sein Unternehmen: „Die Rückführung ist ökologisch und für uns auch ökonomisch sehr sinnvoll. Daher werden wir auch in Zukunft auf das Recycling von Kunststofffenstern setzen.“

Das werkstoffliche Recycling der gebrauchten Kunststofffenster aus Wülfrath erledigt in seinen hochmodernen Recyclinganlagen die Dekura GmbH aus Höxter, erklärt Rewindo. Wiederverwertet werden hier Fensterrahmen aus ganz Deutschland und Europa. Ein praxiserprobtes Sammelsystem mit verschiedenen Behältern ermöglicht dabei wie in Wülfrath flächendeckend eine schnelle und flexible Übernahme des Altmaterials. Im Werk entsteht nach der Abtrennung von Glas, Metallen, Gummidichtungen, Bauschäumen und anderen Störstoffen ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges, fast 100 Prozent sortenreines Granulat verwendet wird. In den neuen Fensterprofilen ist der wiedergewonnene Rohstoff, ummantelt mit PVC-Neumaterial, dann als Recyclingkern zu finden.

Dekura ist einer der Recyclingpartner der Rewindo GmbH mit Sitz in Bonn, die seit 2002 das Recycling alter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bundesweit organisiert. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVC-Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo GmbH stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, Vinyl Plus.

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