bvse spricht sich für eine getrennte Sammlung von Flachbildschirmen aus

Flachbildschirme haben die Röhrenbildschirme im Verkauf abgelöst. Doch auf den Wertstoffhöfen würden nach Ansicht des bvse immer noch relativ viele Röhrenfernseher landen.
Frank Radel, pixelio.de

Das Problem sieht der Verband hier: Flachbildschirme und Röhrenbildschirme gehörten zur Sammelgruppe 3 und werden gemeinsam erfasst. Die Praxis zeige, dass es dabei zu erheblichen Problemen komme. Vielfach würden die Flachbildschirme bei der gemeinsamen Lagerung und dem gemeinsamen Transport stark beschädigt, was unter anderem zu einer ungehinderten Freisetzung von Quecksilber führe.

Diese Schwierigkeit wurde vor kurzem auch beim Praxistag Behältergestellung, der auf Initiative des Umweltbundesamtes stattfand, deutlich, so der bvse. „Für den bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling ist daher klar, dass es Handlungsbedarf gibt. Die Erfassung der Sammelgruppen muss sich an den Erfordernissen des Recyclings orientieren. Denn nur wenn die Altgeräte bereits sortenrein und in einer hohen Qualität an den Erstbehandlungsanlagen ankommen, kann eine entsprechende Wertstoffgewinnung und eine sichere Schadstoffentfrachtung gelingen“, so Klaus Müller, bvse-Vizepräsident und Fachverbandsvorsitzender.

Zwar bestehe für die Gebietskörperschaften die Pflicht, die Behältnisse so zu befüllen, dass ein Bruch möglichst vermieden werde, allerdings werde dies in der Praxis umgangen und kaum überprüft. „Auf den Vollzug möchten wir uns dabei nicht verlassen“, so Klaus Müller, der betont, dass die Quecksilberfreisetzung eine ernstzunehmende Umwelt- und Gesundheitsgefährdung darstellt. „Wir müssen hier zu einer vernünftigen Lösung kommen.“

Müller verweist darauf, dass der bvse bereits im parlamentarischen Verfahren zur Novelle des ElektroG gefordert hatte, dass innerhalb der Sammelgruppe 3 Röhrenbildschirme und Flachbildschirme separat gesammelt werden. Dabei stelle sich allerdings auch die Frage, welche logistischen Systeme am besten für den Transport aller Flachbildschirme geeignet sind und welche Behälter auch alle Größen und Formate an Flachbildschirmen aufnehmen.

bvse-Vizepräsident Klaus Müller abschließend: „Der vom Umweltbundesamt initiierte Praxistag Behältergestellung hat die Schwachstellen des bisherigen Systems offen gelegt. Über bessere Alternativen für die Zukunft muss ernsthaft nachgedacht werden, zumal der Anteil der Flachbildschirme weiter zunimmt. Wir planen nun einen Vorschlag seitens des bvse zu unterbreiten.“

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