Recyclinghof mit Wasserstoff-Heizung

Hamburgs Umwelt-Staatsrätin Dr. Herlind Gundelach und SRH-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Siechau haben heute auf dem Recyclinghof Neuländer Kamp 6 in Hamburg-Harburg den Prototyp einer neuartigen Wasserstoffheizung mit Brennstoffzellen-Technik in Betrieb genommen. Die Betriebsgebäude des Recyclinghofes der Stadtreinigung Hamburg (SRH) werden ab jetzt mit Wasserstoff geheizt, der direkt vor Ort im Heizgerät aus ganz normalem Erdgas erzeugt wird.

„Wasserstoff ist eine klimafreundliche Energiequelle mit Zukunft“, sagte SRH-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Siechau bei der Inbetriebnahme, „und mit der Installation dieses Prototypen unterstützt die Stadtreinigung Hamburg die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Technologie in Hamburg, weil Klimaschutz ein zentraler Bestandteil unserer nachhaltigen Unternehmensstrategie ist. Mit den größten Photovoltaik- und Biogasanlagen der Metropolregion Hamburg, drei Windkraftanlagen, mehreren Solardächern und der Stromerzeugung aus Deponiegas speist die Stadtreinigung Hamburg schon heute mehr Öko-Strom ins öffentliche Netz ein als sie selbst daraus bezieht. Die Brennstoff-Technologie hier auf dem Recyclinghof ist ein weiterer konsequenter Schritt der SRH beim Klimaschutz.“
Brennstoffzellen, in denen aus Wasserstoff und dem Sauerstoff der Luft in einem elektrochemischen Prozess Wärme und Elektrizität entstehen, arbeiten besonders effektiv und sauber. Einziges Abfallprodukt ist Wasser. Die Versorgung mit Wasserstoff ist zurzeit noch kostspielig und aufwändig, sodass die Erzeugung von Wasserstoff aus Erdgas eine vielversprechende Alternative darstellt, um die Brennstoffzelle auch für Eigenheime nutzbar zu machen.
Entwickelt wurde dieses Brennstoffzellen-Heizgerät von der Hamburger BAXI INNOTECH GmbH. In einem zunächst auf zwei Jahre befristeten Feldversuch bei der SRH sollen unter realistischen Betriebsbedingungen Erkenntnisse zur Weiterentwicklung dieses Heizgerätes BETA 1.5 Plus gewonnen werden. Die Brennstoffzellen im Gerät erzeugen durch Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Wärme (3,0 kW) als auch elektrischen Strom (1,5 kW) und erreichen einen Gesamtwirkungsgrad von über 80 Prozent. Mit einem integrierten Zusatzbrenner für Erdgas wird der Spitzenwärmebedarf abgedeckt.
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt diesen Feldversuch zur Förderung der Wasserstoff-Technologie in Hamburg mit rund 75.000 Euro.

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