Stadtwerke Düsseldorf wittern in Neuss Morgenluft

| Im Neusser Stadtrat ist eine geplante Abstimmung über die Fusion der Stadtwerke (SWN) mit jenen in Krefeld (SWK) von der Tagesordnung genommen worden. Eigentlich hätten die Ratsherren eine Vorlage der CDU letzten Freitag beschließen sollen. Nun sehen die Stadtwerke Düsseldorf, die sich an Teilen des Neusser Betriebs beteiligen wollen, wieder eine Chance.

Eurofer: EU-Kommission muss BHP stoppen

| Europas Stahlproduzenten fordern die EU-Kommission auf, gegen die geplante Übernahme des Bergbaukonzerns Rio Tinto durch den Konkurrenten BHP Billiton vorzugehen. Das teilte der Dachverband der europäischen Stahlindustrie Eurofer mit. "Es kann weder im Interesse der Stahlhersteller noch im Interesse der Konsumenten sein, dass künftig zwei Bergbauunternehmen knapp drei Viertel des weltweiten Eisenerzmarktes kontrollieren", schreibt der Verband.

Kupfersuche in der Lausitz verzögert sich

| Der zum Jahresende geplante Beginn von Erkundungsbohrungen für Kupferlagerstätten in der Lausitz verzögert sich aufgrund von wettbewerbsrechtlichen Bedenken um mehrere Monate. Das Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe prüfe Widersprüche von zwei unterlegenen Mitbewerbern gegen die Erlaubnis zur Kupfersuche, sagte gestern Amtspräsident Klaus Freytag.

Stahlimporte erstmals auf Niveau der Exporte

| Aufgrund der hohen Nachfrage in Deutschland lagen die Einfuhren von Eisen und Stahl in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erstmals auf dem gleichen Niveau wie die deutschen Ausfuhren. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in diesem Zeitraum insgesamt 22,9 Millionen Tonnen Eisen und Stahl eingeführt, die Ausfuhren betrugen 23 Millionen Tonnen.

Erema zufrieden mit Auftritt auf K 2007

| Die oberösterreichische Engineering Recycling Maschinen und Anlagen (Erema) hat nach eigenen Angaben die erfolgreichste K-Messe seit ihrem ersten Auftritt 1989 absolviert. Im Jahr 2004 hatte die Gesellschaft Verträge für etwa 7 Millionen Euro abgeschlossen, in diesem jahr waren es 16 Millionen.

Stuttgart will Müllabfuhr bei Kommune halten

| Im Januar 2008 will der Stuttgarter Technikbürgermeister Dirk Thürnau (SPD) zwei Gutachten zur Abfallwirtschaft vorlegen. Die bisher noch nicht öffentlichen Papiere weisen über den bereits beschlossenen Abbau auf 748 Stellen in der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) ein Einsparpotenzial von 4 bis 6 Millionen Euro aus, wie die "Stuttgarter Zeitung" herausgefunden hat. Durch Restrukturierung soll die Entsorgung bei der Kommune gehalten werden.

Abfallwirtschaft des Kreises Mettmann im Plus

| Die Kreisverwaltung in Mettmann hat dem Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Wirtschaftsförderung ein gutes Betriebsergebnis für die Entsorgung häuslicher Abfälle präsentiert. Insgesamt konnte ein Überschuss von rund 526.000 Euro erwirtschaftet werden. Hauptgrund: Die Mettmanner haben weniger Müll über die teure MVA Düsseldorf entsorgt.

Monschau will Firma Förster für Müllabfuhr behalten

| Die Stadt Monschau wird die Müllabfuhr europaweit ausschreiben - hofft aber, dass die ortsansässige Firma Förster, die seit Jahrzehnten den Hausmüll abfährt, das Rennen macht. Im Umweltausschuss erklärte Bürgermeister Theo Steinröx, dass das Unternehmen so eine faire Chance bekomme. Monschau werde sich nicht wie die Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen dem kommunalen Zweckverband Regioentsorgung anschließen, bei dem Förster keine Chance hätte.

Remondis expanidert in Kiel

| Der Entsorgungsriese Remondis will die Kapazitäten seiner Recyclinghöfe erweitern und darüber hinaus eine oder zwei neue Anlagen einrichten. In diesem Zuge wird das Unternehmen auch weitere Mitarbeiter einstellen. Bereits zum Jahresanfang hatte Remondis 30 Arbeiter für die Abfuhr der Gelben Säcke angeheuert.

Branche uneins über Zukunft des MVA- und MBA-Marktes

| "Dichtung und Wahrheit zur MVA und MBA" war das Thema des Regionaltreffens Nord-West der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) in Bremen. Die über 40 Teilnehmer diskutierten vor allem die Zukunftsaussichten der Müllverbrennung und mechanisch-biologischen Aufbereitung. Dabei wurde offenbar, dass einige Experten eine Selbstregulierung des Marktes erwarten - also keine Überkapazitäten.

Deponie-Nachsorge um Hannover kostet 238 Millionen Euro

| Für Abdeckung, Rekultivierung und Nachsorge der drei Abfalldeponien in der Region Hannover werden nach Berechnungen einer Wirtschaftsprüfgesellschaft 238 Millionen Euro benötigt. Allerdings verteilen sich diese Kosten über die Zeit bis zum Jahr 2072. Bisher hat der Zweckverband Abfallwirtschaft (aha) etwa 90 Millionen Euro Rücklagen gebildet.

Rio Tinto schlägt BHP Kooperationen vor

| Neue Strategie im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch BHP Billiton: Der Bergbaukonzern Rio Tinto will seinem Wettbewerber laut einem Bericht des "Daily Telegraph" eine verstärkte Zusammenarbeit in Joint Ventures vorschlagen, um eine Fusion abzuwenden. Die beiden Minenbetreiber verfügen bereits über gemeinsame Projekte, beispielsweise die Kupfermine Escondida in Chile.

Veolia bestätigt Kauf von Bartin

| Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) hat vom Französischen Entsorgungsriesen bestätigt bekommen, dass er den drittgrößten französischen Schrotthändler Bartin gekauft hat. Bartin bereitet pro Jahr 780.000 Tonnen Metalle auf. Laut Veolia ist Bartin Teil seiner Strategie, "Abfälle in Rohstoffe umzuwandeln" und sich in der Recyclingwirtschaft weiter zu entwickeln.

Neues DWA-Merkblatt zur Qualitätssicherung

| Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat ein neues Merkblatt mit der Bezeichnung DWA-M 804 erarbeitet. Es soll vor allem den verantwortlichen Entscheidungsträgern für Planungs- und Bauvorhaben sowie für Betrieb helfen, Qualität und Wirtschaftlichkeit zu sichern.