Im Mittelpunkt des Projekts stehen Arbeitskleidung sowie Textilien aus Hotellerie und Gesundheitseinrichtungen. Ziel ist es, geschlossene oder teilgeschlossene Stoffkreisläufe für gewerblich genutzte Textilien zu entwickeln. Materialmischungen, Verschleiß und Verschmutzungen erschweren bislang häufig die Wiederverwertung dieser Stoffströme. Gleichzeitig fallen die Textilien regelmäßig und in gut dokumentierten Mengen an. Dadurch lassen sich Materialarten und Nutzungszyklen vergleichsweise präzise nachvollziehen.
Stoffliche Verwertung im Fokus
Salesianer stellt im Rahmen des Projekts Alttextilien sowie Informationen zu Materialarten und Nutzungszyklen bereit. Saubermacher übernimmt die Bewertung, Sortierung und Materialbestimmung der Textilien und koordiniert mögliche Recycling- und Wiedereinsatzwege.
Die Projektpartner wollen insbesondere prüfen, welche Materialien sich erneut für textile Anwendungen eignen und welche alternativ in anderen Produkten eingesetzt werden können. Die Wiederverwendung von Textilien hat dabei Vorrang. Bei gewerblich genutzten Textilien ist dies jedoch nur eingeschränkt möglich. Deshalb untersucht das Projekt zusätzlich stoffliche Verwertungswege außerhalb der Textilindustrie, um die thermische Verwertung zu reduzieren.
Neue Anwendungen für Alttextilien
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Identifikation möglicher Abnehmermärkte für recycelbare Textilfraktionen. Während bestimmte Qualitäten erneut in textile Anwendungen zurückgeführt werden können, eignen sich andere Materialien für sogenannte Open-Loop-Anwendungen. Dazu zählen unter anderem Dämmstoffe, Akustikpaneele, Möbel oder Anwendungen im Automobilbereich.
Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollen als Grundlage für eine spätere Skalierung und Markteinführung dienen. Zudem wollen die Unternehmen Impulse für Industrie und Gewerbe setzen, um Recyclingfähigkeit bereits bei der Entwicklung neuer Textilprodukte stärker zu berücksichtigen.







