Beteiligt sind der Automobilzulieferer Brose, das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg, die LabV Intelligent Solutions GmbH sowie die R.PLAST Kunststoffaufbereitungs- und Handels-GmbH. Das Projekt startete am 1. August 2025 und ist auf drei Jahre angelegt.
Rezyklate gelten als zentraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft im Fahrzeugbau. Ihr Einsatz trägt zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks bei und unterstützt regulatorische Vorgaben zur Erhöhung des Rezyklatanteils. In der industriellen Praxis stellen jedoch schwankende Materialqualitäten und Verunreinigungen eine Herausforderung dar. Fremdpartikel wie Metallreste, Staub, Fette oder inkompatible Kunststofffraktionen können die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigen und die Verarbeitbarkeit einschränken. Insbesondere sicherheitsrelevante Bauteile erfordern belastbare Aussagen zu Zugfestigkeit, Schlagzähigkeit und Langzeitverhalten.
Vor diesem Hintergrund entwickelt das Projekt eine KI-gestützte Softwarelösung, die den Einfluss materialtypischer Inhomogenitäten auf definierte Bauteileigenschaften modelliert und prognostiziert. Grundlage sind Werkstoffdaten, Prüfergebnisse und simulationsgestützte Analysen. Ziel ist es, die Eignung spezifischer Rezyklatchargen für konkrete Anwendungen frühzeitig zu bewerten und damit Entwicklungs- und Freigabeprozesse zu unterstützen.
Das Projekt läuft bis zum 31. Juli 2028 und wird vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Die öffentliche Finanzierung unterstützt die Entwicklung digitaler Werkzeuge zur Qualitätssicherung von Rezyklaten und adressiert die steigenden regulatorischen Anforderungen an den Rezyklateinsatz in der Automobilindustrie.







