In der Praxis bestehen dabei weiterhin erhebliche Defizite. 45 Prozent der befragten Führungskräfte geben an, nur begrenztes Vertrauen in die Genauigkeit ihrer Scope-3-Emissionsdaten zu haben.
Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.034 Nachhaltigkeitsverantwortlichen aus 15 Branchen in EMEA, APAC sowie Nord- und Südamerika. Sie zeigt, dass Unternehmen regulatorische Anforderungen zunehmend als verbindlich wahrnehmen und ihre Scope-3-Berichterstattung ausweiten. Gleichzeitig bleibt die Umsetzung uneinheitlich, da relevante Daten häufig außerhalb der direkten Kontrolle der Unternehmen liegen und über zahlreiche Systeme verteilt sind.
Zwar berichten 59 Prozent der Befragten von steigenden Nachhaltigkeitsbudgets, und der Anteil freiwilliger Scope-3-Offenlegungen ist gegenüber 2024 deutlich gestiegen. Auch sehen 80 Prozent einen beschleunigenden Effekt neuer regulatorischer Vorgaben. Dennoch bleibt der Aufwand für Datenerhebung, Plausibilisierung und Dokumentation hoch, insbesondere bei Unternehmen, die ihre Berichterstattung weiter skalieren wollen.
Viele Organisationen prüfen den Einsatz von KI zur Unterstützung der Lieferkettenanalyse. Gleichzeitig äußern 45 Prozent der Befragten Bedenken hinsichtlich der Datenqualität, was den Nutzen automatisierter Ansätze einschränkt. Der Report macht deutlich, dass Investitionen in belastbare, nachvollziehbare und auditfähige Datenstrukturen entscheidend sind, um regulatorische Risiken zu reduzieren und Scope-3-Berichterstattung dauerhaft in unternehmerische Entscheidungsprozesse zu integrieren.







