Ziel der Förderung ist die Rückgewinnung von Phosphor aus kommunalen Klärschlämmen und die Wiedereinführung des Rohstoffs in den Stoffkreislauf.
In der geplanten Anlage sollen Klärschlämme aus der Region Südhessen thermisch behandelt werden. Dabei entsteht eine phosphorhaltige Asche, die als Rohstoff für die Düngemittelproduktion vorgesehen ist. Der zurückgewonnene Phosphor wird damit für landwirtschaftliche Anwendungen nutzbar gemacht und ersetzt anteilig importierte Primärrohstoffe.
Phosphor zählt zu den essenziellen, jedoch nur begrenzt verfügbaren Rohstoffen. Die Rückgewinnung aus kommunalen Abwässern leistet einen Beitrag zur Rohstoffsicherung und reduziert zugleich Umweltbelastungen, insbesondere im Bereich des Gewässer- und Bodenschutzes. Das Projekt erfüllt damit die Anforderungen der nationalen Rohstoffstrategie sowie die gesetzlichen Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen.
Die Anlage basiert auf moderner Verfahrenstechnik und ist auf eine hochwertige stoffliche Verwertung der entstehenden Aschen ausgelegt. Das daraus hergestellte Düngemittel entspricht den regulatorischen Anforderungen für eine ressourceneffiziente Nutzung in der Landwirtschaft. Durch die räumliche Anbindung an das Müllheizkraftwerk Darmstadt können bestehende Infrastrukturen genutzt und betriebliche Synergien realisiert werden.
Die Umsetzung des Projekts befindet sich in der Planungs- und Bauphase. Die Inbetriebnahme der Phosphorrückgewinnungsanlage ist für den Sommer 2028 vorgesehen.







