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IRRT-Verfahren steigert Rohstoffgewinnung aus MVA-Asche

Das IRRT-Verfahren MVA-Asche der proCLIR GmbH ermöglicht die Aufbereitung von Müllverbrennungsasche zu Sekundärrohstoffen. Nach Unternehmensangaben können bis zu 80 Prozent der Trockenmasse in marktfähige Materialien überführt werden. Die Eggersmann Anlagenbau GmbH übernimmt die Rolle des exklusiven Anlagenbauers für die Umsetzung des patentierten Verfahrens.
IRRT-Verfahren MVA-Asche
Die ReUST Hochfrequenzreinigung funktioniert mittels Sonofragmentation, bei der instabile Partikel abgesprengt werden. Copyright: Eggersmann
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Sekundärrohstoffe aus Rostasche

Das Verfahren zielt auf die Rückgewinnung mineralischer Bestandteile und von Glas aus Rostasche. Die aufbereiteten Materialien entsprechen den Anforderungen der REACH-Verordnung sowie einschlägigen chemikalien- und produktrechtlichen Vorgaben. Die gewonnene Gesteinskörnung erfüllt die Anforderungen der Bauprodukteverordnung (EU 305/2011) und der DIN EN 12620 und kann als Zuschlagstoff in der Betonproduktion eingesetzt werden. Dadurch lassen sich Primärrohstoffe wie Sand und Kies substituieren und Deponiemengen reduzieren.

Für den mineralischen Anteil wird eine Extraktionsrate von bis zu 95 Prozent angegeben. Für Glas nennt das Unternehmen Werte von bis zu 85 Prozent. Das aufbereitete Glas kann ohne weitere Behandlung für die Herstellung von Schaumglas verwendet werden, das insbesondere in der Gebäudedämmung eingesetzt wird.

Metallrückgewinnung

Auch bei der Metallrückgewinnung weist das IRRT-Verfahren MVA-Asche höhere Ausbeuten auf. Für eisenhaltige Metalle und Edelstahl werden Rückgewinnungsraten von bis zu 95 Prozent angegeben. Bei Nichteisenmetallen und Edelmetallen werden Werte von bis zu 90 Prozent erreicht. Die Rückgewinnung erfolgt auch bei feinen Partikeln ab einer Größe von 0,5 Millimetern.

Umweltwirkungen

Die durch das IRRT-Verfahren erzeugten Materialien ersetzen Primärrohstoffe und tragen damit zur Ressourcenschonung bei. Gleichzeitig ergeben sich CO₂-Einsparpotenziale, da energieintensive Primärgewinnungsprozesse reduziert werden. Neben Metallen wie Eisen, Aluminium, Kupfer und Zink werden auch Glasfraktionen sowie mineralische Baustoffe bereitgestellt.

Verfahrensökonomie

Das Verfahren nutzt eine dynamische Carbonatisierung, wodurch lange Lagerzeiten der Frischschlacke entfallen. Dadurch können insbesondere Aluminiumverluste reduziert werden. Der Wasserverbrauch liegt deutlich unter dem Niveau konventioneller Verfahren und kommt ohne Frischwasser aus. Dies wirkt sich auf Betriebskosten und Genehmigungsanforderungen aus.

Nach Angaben des Unternehmens basiert das Verfahren auf drei zentralen Prozessschritten: dynamische Carbonatisierung, Hochgeschwindigkeitsaufschluss und Hochfrequenzreinigung. Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich insbesondere aus der Metallrückgewinnung sowie der Vermarktung mineralischer Produkte und Glasfraktionen.

Reduktion der Deponiemengen

Nach der Trocknung der Frischschlacke verbleibt eine Trockenmasse, aus der ein Großteil als Rohstoff genutzt werden kann. Der verbleibende Reststoffanteil reduziert sich auf etwa 20 Prozent des Ausgangsmaterials. Dieser Rest weist verfestigende Eigenschaften auf und erfüllt die Anforderungen an Deponiematerialien der Klasse DK-1.

Quelle: Eggersmann
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