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Rohstoffmonitoring NRW: Bedarf bleibt hoch

Im März 2026 veröffentlichte das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung den ersten Bericht der Studienreihe „Rohstoffmonitoring NRW“. Die Untersuchung entstand im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie analysiert die Entwicklung der Rohstoffversorgung und benennt zentrale Einflussfaktoren für die zukünftige Verfügbarkeit mineralischer Rohstoffe.
© E. Zillner
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Anhaltend hoher Bedarf an Primärrohstoffen

Die Analyse zeigt, dass die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen in Nordrhein-Westfalen langfristig auf hohem Niveau bleibt. Treiber sind insbesondere der Wohnungsbau, der Ausbau der Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Transformation der Wirtschaft. Im Jahr 2022 wurden in Nordrhein-Westfalen 59,4 Millionen Tonnen Kies, Sand und Ton gewonnen. Auch für die kommenden Jahre wird ein vergleichbares Förderniveau erwartet. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung für die Versorgungssicherheit.

Begrenzter Beitrag von Sekundärrohstoffen

Das Rohstoffmonitoring NRW weist darauf hin, dass Sekundärrohstoffe den Bedarf nur teilweise decken können. Für den Stoffstrom „Boden und Steine“ wird bis 2040 ein zusätzliches Potenzial von rund sechs Millionen Tonnen prognostiziert. Dennoch liegt die Sekundärrohstoffquote bei etwa 15 Prozent und steigt in den Szenarien nur moderat an. Parallel dazu bleibt die Nachfrage nach Primärrohstoffen stabil. Die Kies- und Sandgewinnung erreichte 2022 ein Volumen von 58,1 Millionen Tonnen und bewegt sich laut Projektionen bis 2035 weiterhin auf hohem Niveau.

Rahmenbedingungen für Versorgungssicherheit

Die Ergebnisse des Rohstoffmonitorings NRW machen deutlich, dass eine langfristig gesicherte Versorgung sowohl den Ausbau von Recyclingstrukturen als auch die kontinuierliche Gewinnung von Primärrohstoffen erfordert. Entscheidend sind verlässliche Genehmigungsverfahren, eine belastbare Datengrundlage und eine vorausschauende Planung. Strukturelle Veränderungen, etwa durch die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien, beeinflussen zudem das Aufkommen an Sekundärrohstoffen und begrenzen deren Substitutionspotenzial.

Fazit zum Rohstoffmonitoring NRW

Das Rohstoffmonitoring NRW zeigt einen dauerhaft hohen Bedarf an mineralischen Rohstoffen. Sekundärrohstoffe leisten einen Beitrag zur Versorgung, können Primärrohstoffe jedoch nicht ersetzen. Die heimische Rohstoffgewinnung bleibt eine zentrale Voraussetzung für die langfristige Versorgungssicherheit.

Quelle: Vero
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