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Vogt-Plastic: Innovation trotz Krise

Wie sich Nachhaltigkeit, technische Präzision und wirtschaftliche Realität im Kunststoffrecycling begegnen, zeigte sich beim Besuch von bvse-Kunststoffexpertin Anna Roeb und bvse-Vizepräsident Herbert Snell bei Vogt-Plastic in Rheinfelden.
Vogt-Plastic: Innovation trotz Krise
Geschäftsführer Andreas Vogt, Vogt Plastic (rechts), führt bvse-Kunststoffexpertin Anna Roeb (mitte) und bvse-Vizepräsident Herbert Snell (links) durch das Werk in Rheinfelden. Copyright: bvse
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Das familiengeführte Unternehmen gehört seit Jahrzehnten zu den Pionieren im werkstofflichen Kunststoffrecycling und stellt aus Verpackungsabfällen aus dem gelben Sack und der gelben Tonne hochwertige Rezyklate her.

„Gerade jetzt brauchen wir Menschen und Unternehmen, die mit Leidenschaft und Weitblick zeigen, wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann“, betonte Anna Roeb nach dem Rundgang. „Vogt-Plastic ist ein Beispiel dafür, dass Innovation und Nachhaltigkeit auch unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich sind.“

Geschäftsführer Andreas Vogt führte die Gäste persönlich durch den Standort Rheinfelden, wo Sortierung, Aufbereitung und Recycling in einem durchgängigen Prozess ablaufen. Mit modernster Farbtrennung und Compoundierung gelingt es dem Unternehmen, Kunststoffe präzise aufzubereiten und für den Wiedereinsatz in neuen Produkten fit zu machen. „Wir investieren kontinuierlich in Technik und Know-how, um den Materialkreislauf effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten“, erklärte Vogt. „Doch die wirtschaftliche Situation ist derzeit alles andere als einfach.“

Tatsächlich steht die Recyclingbranche in Deutschland und Europa unter starkem Druck: Sinkende Rohstoffpreise, hohe Energiekosten und stockende Absatzmärkte erschweren es vielen Unternehmen, ihre Werke auszulasten. Hinzu kommen neue gesetzliche Anforderungen wie das Winterpackage der EU-Kommission und die bevorstehende Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR). Diese politischen Reformen sollen die Kreislaufwirtschaft fördern – könnten aber, so die Sorge vieler Recycler, zusätzliche Belastungen bringen, wenn sie nicht praxisnah umgesetzt werden.

„Unsere Branche braucht klare und verlässliche Rahmenbedingungen – sonst droht der Recyclinggedanke im globalen Wettbewerb unterzugehen“, mahnte bvse-Vizepräsident Herbert Snell. Politik, Wirtschaft und Verbraucher müssten jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass Recycling aus Europa nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch tragfähig bleibt.

Der Besuch in Rheinfelden machte deutlich: Mittelständische Familienunternehmen wie Vogt-Plastic tragen die Kreislaufwirtschaft in Deutschland – mit Fachwissen, Innovationskraft und einer großen Portion Idealismus. Oder, wie Andreas Vogt es zusammenfasst: „Wir glauben an den Wert unserer Arbeit. Denn Recycling ist nicht nur ein Prozess, sondern ein Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft.“

Quelle: bvse
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