In der Regel verbleiben die Sensoren bei der Demontage am Rad. In einzelnen Fällen sind sie jedoch noch am Reifen befestigt und können unbeabsichtigt in Altreifencontainern landen. Vor der Entsorgung ist daher eine sorgfältige Kontrolle erforderlich, um das Vorhandensein von Sensoren auszuschließen.
RDKS-Sensoren enthalten üblicherweise Lithiumbatterien. Diese Batterien können bei mechanischer Beanspruchung, Zerkleinerung oder thermischer Behandlung beschädigt werden. Gelangen sie in die Entsorgungskette, steigt das Risiko von Bränden, Explosionen und Betriebsstörungen erheblich. Besonders betroffen sind Schredder- und Granulieranlagen sowie Anlagen der thermischen Verwertung, in denen beschädigte Batterien sicherheitsrelevante Vorfälle auslösen können.
Für eine sichere und regelkonforme Altreifenentsorgung ist es erforderlich, dass angelieferte Reifen frei von Batterien und elektronischen Komponenten sind. Das unbeabsichtigte Einbringen von RDKS-Sensoren gefährdet sowohl das Anlagenpersonal als auch die technische Infrastruktur und beeinträchtigt die Abläufe entlang der gesamten Entsorgungskette.
Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich bei Seal- und Silent-Reifen. Diese Reifen enthalten Dichtmassen oder schalldämmende Materialien, die die stoffliche und thermische Verwertung bereits erschweren. Befinden sich zusätzlich RDKS-Sensoren im Reifen, erhöht sich der technische Aufwand weiter. In der Praxis kann dies zu höheren Kosten, Verzögerungen im Verwertungsprozess oder zur Ablehnung der Annahme führen.
Vor diesem Hintergrund richtet sich der Hinweis an Kfz-Werkstätten, Reifenfachbetriebe und Autohäuser, RDKS-Sensoren konsequent vor der Entsorgung zu entfernen. Die getrennte Sammlung und die Entsorgung gemäß den geltenden Vorgaben für Altbatterien und Elektroaltgeräte sind Voraussetzung für einen sicheren und störungsfreien Recyclingprozess.







