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GeoCRM erforscht Stahlwerksschlacken als Rohstoffquelle

Stahlwerksschlacken aus der Konverter- und Elektrostahlherstellung stellen eine relevante Sekundärressource dar. Sie enthalten unter anderem kritische Rohstoffe wie Vanadium und Phosphor, die für die industrielle Wertschöpfung und die Rohstoffversorgung in Europa von Bedeutung sind.
GeoCRM erforscht Stahlwerksschlacken als Rohstoffquelle
Copyright: FEhS
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Darüber hinaus besitzen gemahlene Stahlwerksschlacken das Potenzial, durch Karbonatausfällung Kohlendioxid zu binden. Vor diesem Hintergrund untersucht das im Oktober 2025 gestartete Forschungsprojekt „Geometallurgische Aufbereitung von Stahlwerkschlacken zur Kreislaufführung von kritischen Rohstoffen und CO₂-Bindung – GeoCRM“, wie sich sowohl die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe als auch das CO₂-Sequestrierungspotenzial dieser Materialien gezielt nutzen lassen. Das Projekt wird durch Mittel des EFRE/JTF NRW gefördert.

Zentraler Bestandteil des Projekts ist die geometallurgische Charakterisierung von Stahlwerksschlacken. Dabei werden mineralogische, chemische und insbesondere texturelle Eigenschaften systematisch analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine an die Materialeigenschaften angepasste Weiterverarbeitung mittels Mineralaufbereitung und extraktiver Metallurgie. Zum Einsatz kommen automatisierte mineralogische Analyseverfahren wie μXRF- und EDX-SEM-basierte Systeme, darunter QEMSCAN und MLA, mit denen unter anderem Partikelgrößenverteilungen und Elementzusammensetzungen erfasst werden. Die so erzeugten Datensätze dienen der Entwicklung angepasster Prozessketten, die Zerkleinerungs-, Trenn- und metallurgische Rückgewinnungsschritte umfassen.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Schlackenmatrix möglichst vollständig im Sinne eines Null-Abfall-Ansatzes zu nutzen. Neben der Rückgewinnung von Eisenoxiden, kritischen Rohstoffen und Chrom sollen calciumreiche Feinfraktionen erzeugt werden, die sowohl zur CO₂-Bindung als auch als Einsatzstoff im Baustoffbereich geeignet sind.

GeoCRM ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Die Projektkoordination liegt beim VDEh-Betriebsforschungsinstitut. Weitere Projektpartner sind das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, die Advanced Mineral Processing Technologies Teaching and Research Unit der RWTH Aachen University, Co-reactive sowie tkMSS – Thyssen Krupp Millservices and Systems.

Quelle: FEhS
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