„Die Qualität und Verfügbarkeit von Vormaterialien sind entscheidend für die Transformation der Stahlindustrie“, erklärte Gunnar Groebler und unterstrich, dass die globalen Herausforderungen – von der Dekarbonisierung über Ressourcensicherung bis zu wirtschaftlichen Zielkonflikten – nur in enger Abstimmung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette gelöst werden können.
Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag daher auf der Bedeutung offener Märkte für Recyclingmaterialien. „Die Werke brauchen hochwertige Vormaterialien in ausreichender Menge. Gleichzeitig sind unsere Mitglieder auf globale Absatzmärkte angewiesen, um ihre Geschäftsmodelle nachhaltig betreiben zu können“, betonte der VDM-Vizepräsident Achim Lindhorst. Um die Versorgungssicherheit der Industrie und den Zugang zu internationalen Märkten miteinander zu verbinden, sei ein kontinuierlicher Dialog unverzichtbar.
Besonders erfreulich war deshalb auch die Teilnahme unseres Partnerverbands BDSV an der Sitzung. „Die Herausforderungen in der Stahl- und Metallwirtschaft können wir nur gemeinsam mit Partnern aus der gesamten Branche bewältigen. Der Dialog auf breiter Ebene ist dabei unverzichtbar“, so Andreas Schwenter, Präsident der BDSV.
„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Sitzung den Grundstein für den weiteren Dialog zwischen der Stahl- und Metallrecyclingwirtschaft und unserer Industrie legen konnten“, fasste Kilian Schwaiger, Geschäftsführer des VDM, die Sitzung zusammen. Angesichts der zunehmenden Konflikte auf EU-Ebene seien Dialoge dieser Art ein wichtiger Bestandteil und originäre Aufgabe des VDM-Beirats. Das Treffen habe gezeigt, dass es möglich sei, eine Brücke zwischen Zulieferern und Abnehmern zu schlagen.